Geschichte der Philippinen - Kasaysayan ng Pilipinas

Ang Pilipinas bago Dumating ang Espanya (bago 1521)
Pananakop at Kolonisasyon ng Espanya (1521-1898)
Ang Himagsikang Pilipino (.. - 1898)
Ang Pamumuno ng Amerika (1899-1946)
Mga Pagsilang ng Bagong Republika ng Pilipinas (pagkatapos 1946)
  Vor der Ankunft der Spanier (vor 1521)
Spanische Eroberung und Kolonie (1521-1898)
Die philippinische Revolution (.. - 1898)
Die amerikanische Verwaltung (1899-1946)
Anfänge einer neuen Republik (nach 1946)

Ang Pilipinas
bago Dumating ang Espanya
(bago 1521)

Die Philippinen
vor der Ankunft der Spanier
(vor 1521)

In vorspanischer Zeit besteht das Land aus vielen kleinen Gemeinden (baranggay) mit je 30 - 100 Familien und einigen größeren Städten. Einige davon, besonders im Südwesten des Landes, sind mohammedanische Sultanate (auch Manila, bevor es 1571 von Legazpi erobert wird).

Einziges bedeutendes Kulturdenkmal aus der vorspanischen Zeit sind die Reisterassen in Banawe.


Pananakop at Kolonisasyon ng Espanya
(1521-1898)

Spanische Eroberung und Kolonie
vor der Ankunft der Spanier
(1521-1898)

1521 landet Magellan, nach Umsegelung von Südamerika, zuerst in Samar (Visayas), dann in Nord-Mindanao und in Cebu. Bei einer Lokalfehde, die er schlichten möchte, wird er getötet (von Lapu-Lapu, dem König von Maktan). Später erobert F. Legazpi das Land systematisch und macht Manila zur Hauptstadt (1571). Die Philippinen erhalten ihren Namen nach dem spanischen König Philipp II., werden spanische Unterkolonie von Mexiko, der Generalgouverneur in Manila ist dem spanischen Vizekönig in Mexiko unterstellt (bis 1821). Der Handel mit Europa läuft über Acapulco in Mexiko ("Galeonen"-Schiffe). Doch bleibt das wirtschaftliche Interesse der Spanier an den Philippinen sehr begrenzt. Sie entwickeln die Philippinen kaum und beuten sie nur beschränkt aus.

Die Spanier katholizieren das Land, wobei sie viele Elemente der bestehenden Naturreligionen tolerieren oder gar integrieren. Der Ahnenschrein ("anito") wird durch den "Sto. Niño" Hausaltar ersetzt, dem auch heute noch z.B. an Geburtstagen kleine Speiseopfer dargebracht werden. Die Spanier haben in den drei Jahrhunderten ihrer Herrschaft kaum versucht, die spanische Sprache einzuführen. Ihre Priester haben vielmehr die lokale Sprache gelernt und sie in der Kirche gebraucht (sofern nicht Latein vorgeschrieben war). Alte Kircheninschriften (häufig die Zehn Gebote) in Tagalog oder dem entsprechenden lokalen Dialekt bestätigen dies.


Ang Himagsikang Pilipino
(.. - 1898)

Die philippinische Revolution
(um 1898)

Nach der spanischen Revolution (1868) entstehen in den Philippinen (und in Spanien von Exil-Filipinos gegründete) nationalistische Bewegungen, nach der Pag-aalsa sa Kabite 1872 zuerst die Kilusang Propaganda = Propaganda-Bewegung mit der Zeitung "La Solidaridad" mit J. Rizal und zuletzt die revolutionäre Katipunan unter A. Bonifacio. 1896 beginnt die Revolution mit dem Sigaw ng Balintawak (A. Bonifacio), am 12. Juni 1898 ruft E. Aguinaldo in Kawit, Cavite die philippinische Republik aus. Bereits wenige Wochen später werden die philippinischen Revolutionäre von den Amerikanern (s. nächstes Kapitel) aus Cavite verdrängt. Die Verfassunggebende Versammlung in Malalos, Bulakan bestätigt Aguinaldo als Präsidenten und kodifiziert eine Verfassung. Doch bereit nach wenigen Monaten muss die philippinische Regierung weiter nach Norden ausweichen, um 1901 endgültig aufgelöst zu werden. Die philippinische Revolution bleibt eine provinzielle Episode beim Übergang der kolonialen Macht von den Spaniern auf die Amerikaner, über der Hauptstadt Manila hat niemals eine philippinische Revolutionsfahne geweht.

Ein chronologischer Abriß der philippinischen Revolution wird in der Tabelle Ang mga Pangyayari sa Himagsikang Pilipino - Die Ereignisse der philippinischen Revolution gegeben.

Pamumuno (Pamamahala) ng Amerika
(1899-1946)

Die amerikanische Verwaltung
(1899-1946)

Bereits 1896 erkennt Th. Roosevelt (der spätere US Präsident) den strategischen Wert der Philippinen für die USA. Auf dem Wege nach Asien über Hawai und Guam können die Philippinen ein wichtiges Bindeglied werden, sowohl für wirtschaftliche Interessen als auch für militärische Zwecke. Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Spanien wegen dessen Kolonie Kuba bilden einen willkommenen Anlass, diese Strategie in die Tat umzusetzen. Der fähige Admiral Dewey wird zum Kommandeur der Amerikanischen Asienflotte ernannt, Hong Kong wird Operationsbasis. Nach Ausbruch des Krieges 1898 (Anlaß ist die Explosion des US Kriegsschiffes Maine in Havanna) können die Amerikaner im gleichen Jahr die spanische Flotte vor Manila vollständig zerstören, Manila einnehmen, und im Frieden von Paris die Philippinen (zusammen mit Guam und Puerto Rico) den Spaniern abkaufen. Die philippinische Revolution wird von den Amerikanern weitgehend ignoriert, man kämpft gegen die Spanier, besiegt sie und tritt in deren Rechte als Kolonialmacht ein. Zwangsläufig müssen dabei die philippinischen Rebellen aufgerieben werden.

Nach Niederschlagung des philippinischen Widerstandes übernehmen die USA die Macht, zunächst unter einem Militärgouverneur (1898 Gen. W. Meritt), später unter einem Zivilgouverneur (1901 W.H. Taft). Die Amerikaner beginnen, das gesamte Leben in den Philippinen gründlich zu amerikanisieren ("Benevolent assimilation"). Die hervorstechendsten Erfolge sind ein landesweites Schul- und Erziehungssystem und eine Modernisierung der Wirtschaft. Amerikanisches Englisch wird die Unterrichtssprache in den Schulen, was jedoch die angestrebte Chancengleichheit des Systemes von Beginn an erheblich reduziert, da die Kinder der ärmeren Schichten und ihre Lehrer bis heute nur wenig Englisch sprechen und die Schulbücher kaum verstehen können. Kurioserweise wird auch mit Hunden jetzt englisch gesprochen.

Bis hin zur Größe der Geldscheine wird jetzt alles amerikanisch. Schneewittchen (Snowwhite) und Stille Nacht (Holy Night) in einer White Christmas werden zum Hollywood-Traum von Millionen Philippinen gemacht. Selbst Gott wird zum Amerikaner, die katholische Kirche passt sich der Zeit an und beginnt, die Messe in amerikanischem Englisch zu lesen.

Jedoch wird die von den Spaniern übernommene feudalistische Gesellschaftsstruktur mit einer kleinen, alles beherrschenden Oberschicht praktisch nicht angetastet.

Als amerikanische Kolonie werden die Philippinen einer der Haupt-Kriegsschauplätze des Zweiten Weltkrieges in Asien (erste japanische Bombardierung Davao's 1941 bereits einige Stunden nach Pearl Harbor, der Bataan Todesmarsch 1942 und die Landung von General MacArthur in Leythe 1944). Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Übergang der Philippinen zu einem unabhängigen Verbündeten der USA fortgesetzt und mit der Unabhängigkeit am 4. Juli 1946 beendet. Die Philippinen werden unabhängig, behalten jedoch die größten US Militärstützpunkte in Asien (unter amerikanischer Souveränität). Amerikanische Bürger und Firmen werden wie Philippinen behandelt und unterliegen nicht der Diskriminierung der anderen Ausländer.

"Dahil sa utang na loob na nadarama ng mga Pilipino para sa Amerika, ang kanyang patakaran ay naging maka-Amerikano." "Wegen des Gefühles der Dankesschuld der Philippinen für die Amerikaner wurden seine Gefühle pro-amerikanisch."
Philippinisches Geschichtsbuch über den ersten Präsidenten M.A. Roxas 1946-1948)

Anmerkung: Papumuno und pamamahala bedeuten Verwaltung oder Regierung, in Zusammenhang mit den Amerikanern wird das Wort Kolonie in den Philippinen sorgfältig vermieden.

Mga Pagsilang ng
Bagong Republika ng Pilipinas
(pagkatapos 1946)

Anfänge
einer neuen Republik
(nach 1946)

Seit der Unabhängigkeit 1946 wurden viele ersthafte und ehrenvolle, aber auch unernste und unehrenhafte Versuche unternommen, Land und Gesellschaft zu modernisieren und zu reformieren, von "Ang Bagong Lipunan" des Präsidenten F. Marcos bis hin zu "Philippines 2000" von Präsident F.V.Ramos. Bis jetzt hat sich strukturell nicht viel geändert, die Philippinen sind und bleiben ein Land ohne nationale Identität, ein Volk in kolonialer Mentalität und eine korrupte Gesellschaftsordnung. Mit Ausnahme einer kleinen und viel zu langsam wachsenden Mittelschicht bleibt das Land im Denken des feudalistischen Zeitalters verhaftet, trotz demokratischer Wahlen für nahezu alle Ämter. Die arme Landbevölkerung behält ihre Funktion, sie ist die ideale Klientel for das illegale Huweteng Glücksspiel, sie kann bei Wahlen leicht beeinflußt oder gekauft werden. Sie versorgt Manila mit maids und squatters (auch eine wichtige Einnahmequelle für viele Beamte) und außerdem ganz Asien mit billigen und anspruchslosen Arbeitskräften.

Die Oberschicht kann weiterhin ungefährdet das Land beherrschen und auf ehrliche und unehrliche Weise Reichtümer aufhäufen. Unkontrollierte Mengen Geldes stehen der Korruption zur Verfügung. Regierungen wollen oder können nichts ändern. Die Reformen des "Philippines 2000" Programmes waren ein erneutes Beispiel. Die Zahl der importierten Funktelefone wuchs rasant. Ebenso rasant war der Niedergang der Landwitschaft und die damit verbundenen Lebensmittelimporte. Makati bekam zehn neue ausländische Banken, aber der Aufbau eines ländlichen Genossenschaftswesens machte kaum Fortschritte. Auf Präsident Ramos folgt J. Estrada, der seinen Wahlkampf mit Para sa mahirap = Für die Armen gewann. Nach einem abgebrochenen Amtsenthebungsverfahren wegen Bestechung und Veruntreuung von Steuergeldern wurde er durch G. Arroyo als Präsident ersetzt. Den Armen geht es bis heute nicht besser (auch noch in 2010), die Wirschaftskrise dauert an.

Wo liegt die Zukunft? Laßt die Reichen reicher werden. Dann werden schon mehr Brosamen von ihren Tischen fallen. Diese werden "hopefully" das Land in den erstrebten "Asian Tiger" Zustand bringen, ansonsten hofft man auf die "balikbayan" und die "foreign investors". Eine Entwicklung, die sich von der in erfolgreichen asiatischen Nachbarländern völlig unterscheidet.



Die filipinische Sprache von Armin Möller   http://www.germanlipa.de/landbote/geschichte_PH.htm   07. April 2003 / 03. Juli 2010

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