14A Anhang zu Phonologie und Orthografie

{14A-101 }   Filipinische Phonologie

Nach unserer Meinung sollte sich eine Darstellung der filipinischen Phonologie in erster Linie mit der Phonologie der aus der eigenen Sprache stammenden Wörter befassen (Kernwortschatz, palasalitaang katutubo). Diese Meinung ist in den Philippinen umstritten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Ein neueres Grammatiklehrbuch { Santiago 2003-B} macht keinen deutlichen Unterschied zwischen indigenen Wörtern, Lehn- und Fremdwörtern und beschreibt vorwiegend, wie spanische und englische Lehn- und Fremdwörter in die filipinische Sprache eingepasst werden können.


{14A-102}   Silben in Wortstämmen und in abgeleiteten Wörtern

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Regeln, wie Silben zu Wortstämmen verbunden werden, und den Regeln für die Bildung von abgeleiteten Wörtern. Trotzdem haben wir Unterschiede feststellen können. Als ein Beispiel führen wir hier die Beziehungen an, die zwischen einem Nasallaut am Silbenende und dem Anfangskonsonanten der folgenden Silbe bestehen. So sind z.B. Wortstämme mit der Kombination [_n.j_] nicht ungewöhnlich {14A-2331}, während bei der Bildung von Ableitungen [_ŋ.j_] vorgezogen wird und keine Lautänderung zu [_n.j_] erfolgt {14-2.5.2}. Ein weiteres Beispiel ist der Worstamm duda ['du:.dʌ], dessen Bildung offenbar anderen Regeln gehorcht als denen der Ableitungen (dann müsste der Stamm dura lauten).

In bestimmten Fällen lassen sich aus den Unterschieden möglicherweise Schlüsse über die Herkunft von Wortstämmen in der filipinischen Sprache ziehen. Man könnte von der Hypothese ausgehen, dass Ableitungsbildung der filipinischen Phonologie folgt, während bei von anderen Sprachen übernommenen Wörtern deren phonologische Struktur beibehalten werden kann.


{14A-201}   Baybayin oder Alibata

Baybayin oder Alibata ist ein Alphabet, das in den Philippinen in vorspanischer Zeit verwendet wurde. Es ist eine Silbenschrift { Villanueva 1968/1998 v.1 p.1 ff.}. Die Anfangskonsonanten der Silben werden durch buchstabenähnliche Zeichen dargestellt, jedoch nicht Konsonanten am Silbenende. Der Konsonant ohne Zusatzzeichen besagt, dass die Silbe den Vokal a hat, ein Häkchen, Halbkreis o.ä. über dem Buchstaben bedeutet, dass der Vokal e oder i ist, ein solches darunter zeigt ein o oder u an. Drei Vokalbuchstaben a, e/i und o/u werden verwendet, wenn Silben mit einem Vokal (bzw. mit [ʔV_]) beginnen.

Der Name Alibata suggeriert, dass das Alphabet arabischen Ursprunges ist ('arif' und 'bata' sind die ersten beiden Buchstaben des arabischen Alphabetes). Davon abweichend, gibt es begründete Annahmen, dass ein indisches Alphabet über die Malayische Halbinsel in die Philippinen gekommen ist.

Diese Schrift war in den Philippinien offenbar verbreitet. Der Katechismus 'Doctrina Christiana' aus dem Jahr 1593 enthält einen vollständigen Text in Baybayin-Tagalog {W Doctrina Christiana 3}. Beim Vergleich der Tagalogtexte in lateinischer Schrift und Baybayin konnten wir keine phonologisch relevanten Unterschiede feststellen. Dem Schriftsystem entsprechend, enthält der Baybayin-Text weniger phonologisch relevante Information.


{14A-2111}   Der glottale Plosiv [ʔ]

Da wir keinen besonderen Namen für den glottalen Plosiv [ ʔ ] gefunden haben, nennen wir ihn Po (nach dem Höflichkeitswort po ['poʔ]).

Po [ ʔ ] tritt sehr häufig auf, am Wortanfang, im Wortinneren und am Wortende. In der filipinischen Sprache gibt es (fast?) keine nackten Silben, d.h. Silben, die mit einem Vokal beginnen. Po übernimmt die Funktion des Konsonanten vor dem Vokal, wenn kein anderer Konsonant dort steht (Beispiel isạng aklạt [ʔɪ'sʌŋ ʔʌk'lʌt]).


{14A-2112}   Laut und Buchstabe f

Der Laut [ f ] und der Buchstabe <f> sind Bestandteil der filipinischen Phonologie (hier unterscheiden sich Tagalog und Filipino). Daher gibt es keine Gründe mehr, bei der Anpassung von Fremdwörtern eine Lautänderung von [ f ] nach [ p ] vorzunehmen. So bilden wir fokus statt pokus. Wir gehen nicht so weit, bereits eingebürgerte Lautänderungen zurückzunehmen, ein Extremfall wäre Finoy statt Pinọy. { Almario 2007} verwendet für Land und Leute die Wörter Filipinas und Filipino.


{14A-2131 }   Filipinische Vokale

(1) Die Darstellung der Vokale bei { Schachter 1972 p. 5} stimmt grundsätzlich mit unserer überein. In unserer Darstellung haben wir versucht, die Zahl der Beispiele zu erhöhen.

(2) Im Wörterbuch von L.J. English { LJE} werden Vokale als Buchstabenwörter des Abakada beschrieben.
e: 'Pronounced like e in as in get in English.' Das ist der Laut [ɛ].
u: 'Equivalent in sound to Spanish u and to the English short u, as in put.' Das ist der Laut [ʊ].


{14A-2132}   Häufigkeit filipinischer Vokale

Eine Abschätzung aus unserem Wörterbuch zeigt, dass a der häufigste Vokal der filipinischen Sprache ist {W Stat-Phon 3}. Etwas mehr als 50 % der Vokale in filipinischen Wortstämmen entfallen auf a, etwas mehr als 20 % auf i und etwa je 12 % auf o und u. Mit etwa 1 % ist der Anteil von e sehr klein. Während a und i ziemlich gleich auf letzte und nichtletzte Silben verteilt sind, findet sich o fast ausschließlich in der letzten Silbe, während u in den nichtletzten Silben vorkommt {W Stat-Phon 4.1}.

Da der weitaus überwiegende Teil der Affixe mit a gebildet wird, ist der Anteil der Silben mit a als Vokal in Texten erheblich höher als 50 %.

Im Vergleich dazu ist das Verhältnis in spanischen Lehnwörtern a:e:i:o:u etwa 40:20:15:20:5.


{14A-2133}   Sind o und e gelehnte Laute in der filipinischen Phonologie?

(1) Die Vokale o und u ergänzen sich in der filipinischen Phonologie. Das betrifft ihr Vorkommen in Silben {14-2.3.5}, aber auch Lautänderungen {14-2.5.5}. Mit o werden keine Affixe gebildet (mit u auch nur eines). Für viele Filipinos gehört ein Ersetzen aller Laute o durch u zur Sprache "der alten Zeit", z.B. in Kinofilmen. Dies alles kann zu der Annahme leiten, dass u der ursprüngliche philippinische Vokal sei und o ein gelehnter Laut sei. Das häufige Vorkommen von o in der letzten Silbe filipinischer Stammwörter macht diese Annahme jedoch unwahrscheinlich. Außerdem gibt es auch filipinische Stämme, die o in der ersten Silbe enthalten {14A-2351}.

(2) 1525 listet Antonio Pigafetta {*} einige Wörter einer philippinischen Sprache (vermutlich Bisayas) auf, er verwendet lateinisch-italienische Orthografie. Dort werden o und u unterschiedlich verwendet. Beispiele sind <boho> (buhọk), <ilon> (ilong), <sico> (siko), <coco> (kukọ), <pusut> (pusod), <tuhud> (tuhod), <babuy> (baboy), <monoch> (manọk), <mutiara> (muty).

{*}   Antonio Pigafetta: Italiener, nahm an der Weltreise des Magellan 1519 - 1522 teil. Veröffentlichte 1525 darüber das Werk 'Primo Viaggo Intorno al Mondo' { Pigafetta}

In der 'Doctrina Christiana' wird orthografisch zwischen den Vokalen o und u unterschieden {W DC 4}. Beispiele sind <lupa>, <bukod>, <kun>, <buhay> und <mo>, <otos>, <kalibogan>, die bezüglich o jedoch nicht der heutigen Phonologie entsprechen.

(3) Weniger deutlich ist die Situation bezüglich e und i, da der Vokal e selten in filipinischen Stämmen auftritt (und niemals in Affixen). Beispiele sind e, tae. In der Liste von Pigafetta kommt e nur selten vor wie in <tube> (tubo), i häufiger.

Falls o und e gelehnte Laute sind, besitzt die ursprüngliche Sprache nur drei Vokale. Dies würde eine sehr starke Beschränkung der menschlichen Lautbildungsmöglichkeiten bedeuten. Ferner ist anzumerken, dass im Indonesischen / Malayischen e und o Laute vorhanden sind.

(4) In philippinischen Schulbüchern werden die Paare / e i / und / o u / wie folgt gegenübergestellt.

eomalambot   'weich'
iumatigas   'hart'

{14A-2141}   Phonetik der filipinischen Diphthonge

In unseren Quellen haben wir wenig über filipinische Diphthonge gefunden, so dass die nachfolgenden Angaben möglicherweise verbesserungsbedürftig sind. Wir wiederholen zunächst das Schema der Diphthonge (in orthografischer Darstellung):

iw   iy uy
ey oy
 aw   ay 

Diphthonge finden sich in etwa 4 % der Silben von filipinischen Stammwörtern {W Stat-Phon 3}, weitaus häufiger in der letzten Silbe. Weit überwiegend werden Diphthonge mit a gebildet.

Nachfolgend ein Versuch einer phonetischen Beschreibung der einzelnen Diphthonge. Dabei verwenden wir die Darstellung, dass Diphthonge aus zwei Vokalen bestehen (Beispiele aus { Oxford}: 'bite' [bʌɪt], 'ice' [ʌɪs], 'cow' [kaʊ]). Eine alternative Darstellung ist, einen Diphthong als Kombination von Vokal und Halbvokal zu betrachten (Beispiele aus { Paz 2003}: 'bite' [bajt], 'ice' [ajs], 'cow' [khaw]; die Beispiele wurde von uns an IPA angepasst).

Wir verzichten auf eine phonetische Unterscheidung zwischen kurzen und langen Diphthongen {14-3.1 (6)}.

Die Diphthonge nehmen eine Zwischenstellung zwischen einer Kombination von zwei Vokalen [VV] und einer Kombination von Vokal mit Konsonant [VK] ein. Dies wird deutlich, wenn ein mit Diphthong auslautendes Wort vor einem der Kurzwörter daw/raw oder din/rin steht.

 
[1]ay [VK] Nasa bahay daw si Ate. Ate ist angeblich im Haus.
[2][VK] [VV] [a] Namatạy rin ang asawa niyạ. [b] Namatạy din ang asawa niyạ. Seine Frau ist auch tot.
[3]aw [VK] Ayaw din niyạng kumain. Er will auch nichts essen.
[4]         [VV] Ayaw raw niyạng kumain. Angeblich will er nichts essen.
[5]iw[VK] [VV][a] Paksịw daw ang gustọ niyạ. [b] Paksịw raw ang gustọ niyạ. Angeblich möchte er Paksiw.
[6][VK] [VV] [a] Paksịw rin ang gustọ niyạ. [b] Paksịw din ang gustọ niyạ. Er möchte auch Paksiw.
[7]oy [VK] Adobong baboy daw ang hapunan namin. Angeblich ist Adobo vom Schwein unser Abendessen.
[8]         [VV] Adobong baboy rin ang hapunan nilạ. Ihr Abendessen ist auch Adobo vom Schwein.
Oft ist die Meinung der Muttersprachler geteilt, welcher Form der Vorzug zu geben ist. Wichtig ist hier, dass jeweils beide Formen verwendet werden können und daher als grammatikalisch zu betrachten sind.

Gelegentlich werden Zweifel geäußert, ob die filipinische Sprache Diphthonge besitzt { Romero 2004 v. 1 p. 7}. Wir haben jedoch an verschiedenen Stellen deutliche Unterschiede zu anderen Lautkombinationen gefunden, die nach unserer Meinung den besonderen Begriff Diphthong rechtfertigen (Beispiel {14-3.1 [6]}).


{14A-2311}   Hiatus in filipinischen Wortstämmen

 
[1]Hiatus aa daạn [dʌ'ʔʌn], gaạn [gʌ'ʔʌn], laạn [lʌ'ʔʌn], paạ [pʌ'ʔʌ], saạd [sʌ'ʔʌd], taạl [tʌ'ʔʌl], taan ['ta:.ʔʌn], taạs [tʌ'ʔʌs]
[2]Hiatus ae babae [bʌ'ba:.ʔɛ], daẹng [dʌ'ʔɛŋ], paẹt [pʌ'ʔɛt], tae ['ta:.ʔɛ]
[3]Hiatus ai baịt [bʌ'ʔɪt], daịg [dʌ'ʔɪg], hain ['ha:.ʔɪn], kain ['ka:.ʔɪn], kaịng [kʌ'ʔɪŋ], laing ['la:.ʔɪŋ], nais ['na:.ʔɪs], paịt [pʌ'ʔɪt], saing ['sa:.ʔɪŋ]
[4]Hiatus ao bao ['ba:.ʔɔ], baon ['ba:.ʔɔn], baọn [bʌ'ʔɔn], bilao [bɪ'la:.ʔɔ], gaod ['ga:.ʔɔd], kamaọ [kʌ.mʌ'ʔɔ], maong [mʌ'ʔɔŋ], tao ['ta:.ʔɔ], taọb [tʌ'ʔɔb], taọn [tʌ'ʔɔn] ...
[5]Hiatus auNicht gefunden.
[6]Hiatus ee leẹg [lɛ'ʔɛg]
[7]Hiatus ea, ei, eo und euNicht gefunden.
[8]Hiatus ii biịk [bɪ'ʔɪk], diịn [dɪ'ʔɪn], giịt [gɪ'ʔɪt], liịt [lɪ'ʔɪt]
[9]Hiatus ia, ie, io und iuNicht gefunden.
[10]Hiatus oaSehr selten: Boạk, boal { UPD boal}
[11]Hiatus oeNicht gefunden.
[12]Hiatus oiSehr selten: boil { UPD boil}
[13]Hiatus oo bagoọng [bʌ.gɔ'ʔɔŋ], doọn [dɔ'ʔɔn], ginoọ [gɪ.nɔ'ʔɔ], loọb [lɔ'ʔɔb], loọk [lɔ'ʔɔk], noọ [nɔ'ʔɔ], noọd [nɔ'ʔɔd], noọn [nɔ'ʔɔn], oo ['ʔo:.ʔɔ], poọk [pɔ'ʔɔk], totoọ [tɔ.tɔ'ʔɔ]
[14]Hiatus ouNicht gefunden.
[15]Hiatus ua luạd [lʊ'ʔʌd], uạng (uwạng) [ʔʊ'ʔʌŋ]
[16]Hiatus ueNicht gefunden.
[17]Hiatus ui bituịn [bɪ.tʊ'ʔɪn]
[18]Hiatus uo buọ [bʊ'ʔɔʔ], buọd [bʊ'ʔɔd], suọt [sʊ'ʔɔt], tuọd [tʊ'ʔɔd], tuọs [tʊ'ʔɔs]
[19]Hiatus uuNicht gefunden.

In Ableitungen mit auf a endenden Präfixen und den Suffixen -an und -in finden sich regelmäßig Hiatusbildungen. Weiterhin entsteht Hiatus durch Silbendoppelung.

 
[20]Hiatus aa maaga [mʌ'ʔa:.gʌ], alagaan [ʔʌ.lʌ'ga:.ʔʌn], salaạn [sʌ.lʌ'ʔʌn], mag-aarạl [mʌg.ʔʌ.ʔʌ'rʌl]
[21]Hiatus ai kailangan [kʌ.ʔɪ'la:.ŋʌn], kusain [kʊ'sa:.ʔɪn] (In einigen Fällen kann der Hiatus /a.ʔi/ zum Diphthong [aɪ] verschmolzen werden; Beispiel kaibigan [kaɪ'bi:.gʌn], seltener [kʌ.ʔɪ'bi:.gʌn].)
[22]Hiatus au kausap [kʌ'ʔu:.sʌp]
[23]Hiatus ea, ee und eiNicht gefunden.
[24]Hiatus iakasariạn [kʌ.sʌ.rɪ'ʔʌn]
[25]Hiatus ii hatiin [hʌ'ti:.ʔɪn] iiwanan [,ʔi:.ʔɪ'va:.nʌn]
[26]Hiatus oa, oi und ooNicht gefunden.
[27]Hiatus uadinuguạn [dɪ.nʊ.gʊ'ʔʌn]
[28]Hiatus uihaluin [hʌ'lu:.ʔɪn]
[29]Hiatus uumag-uusap [mʌg,ʔu:'ʔu:.sʌp]

{14A-2331}   Auf Nasallaute folgende Silben in Wortstämmen

 
[1]Stämme mit [_m.b_] gagambạ [gʌ.gʌm'bʌ], halimbawa [hʌ.lɪm'ba:.vʌʔ], hambịng [hʌm'bɪŋ], kambạl [kʌm'bʌl], kambịng [kʌm'bɪŋ], kembot ['kɛm.bɔt], lambanọg [lʌm.bʌ'nɔg], lambạt [lʌm'bʌt], lambịng [lʌm'bɪŋ], lambọt [lʌm'bɔt] ...
[2]Stämme mit [_m.p_] dampọt [dʌm'pɔt], himpapawịd [hɪm.pʌ.pʌ'vɪd], himpịl [hɪm'pɪl], impọk [ʔɪm'pɔk], kampị [kʌm'pɪ], lampạ [lʌm'pʌ], lampạs [lʌm'pʌs], palumpọng [pʌ.lʊm'pɔŋ], pampạng [pʌm'pʌŋ], sampạl [sʌm'pʌl] ...
[3]Stämme mit [_m.andere_] lamlạm [lʌm'lʌm], tamlạy [tʌm'laɪ], tamtạm [tʌm'tʌm]
Ableitung animnap [,ʔa:.nɪm.nʌ'pʊʔ]

[4]Stämme mit [_n.d_] bandạ [bʌn'dʌ], bundọk [bʊn'dɔk], dalạndan [dʌ'lʌn.dʌn], gandạ [gʌn'dʌ], hand [hʌn'dʌʔ], handọg [hʌn'dɔg], hind [hɪn'dɪʔ], kund ['kʊn.dɪʔ], kundiman [kʊn'di:.mʌn], landạs [lʌn'dʌs] ...
[5]Stämme mit [_n.l_] alinlangan [,ʔʌ.lɪn'la:.ŋʌn], banlạw [bʌn'laʊ], hinlalato [hɪn.lʌ'la:.tɔ], kanlọng [kʌn'lɔŋ], linlạng [lɪn'lʌŋ], unlạd [ʔʊn'lʌd]
[6]Stämme mit [_n.s_] bans [bʌn'sʌʔ], bansạg [bʌn'sʌg], buns [bʊn'sɔʔ], bunsọd [bʊn'sɔd], kalamans [kʌ.lʌ.mʌn'sɪʔ], lansạk [lʌn'sʌk], lansangan [lʌn'sa:.ŋʌn], mịnsan ['mɪn.sʌn], pansịn [pʌn'sɪn], punsọ [pʊn'sɔ], salansạn [sʌ.lʌn'sʌn]
[7]Stämme mit [_n.t_] antạ [ʔʌn'tʌ], antạs [ʔʌn'tʌs], antạy [ʔʌn'taɪ], antọk [ʔʌn'tɔk], bantạs [bʌn'tʌs], bantạy [bʌn'taɪ], bantọg [bʌn'tɔg], bintạng [bɪn'tʌŋ], bint [bɪn'tɪʔ]
[8]Stämme mit [_n.j_] anyay [ʔan.ja'jaʔ], any [ʔan'joʔ], banyaga [bʌn'ja:.gʌʔ], binyạg [bɪn'jʌg], ganyạk [gʌn'jʌk], inyọ [ʔɪn'jɔ], kanyạ [kʌn'jʌ]
[9]Stämme mit [_n.andere_] an-ạn [ʔʌn'ʔʌn], kụnwa ['kʊn.vʌʔ], manhịd [mʌn'hɪd], sanh [sʌn'hɪʔ].
Ableitung: paumanhịn [pʌ.ʔʊ.mʌn'hɪn],

[10]Stämme mit [_ŋ.g_] bangg [bʌŋ'gʌʔ], banggịt [bʌŋ'gɪt], hanggạ [hʌŋ'gʌ], hinggịl [hɪŋ'gɪl], inggịt [ʔɪŋ'gɪt], langgạm [lʌŋ'gʌm], langgạs [lʌŋ'gʌs], linggọ [lɪŋ'gɔ], manggạ [mʌŋ'gʌ], munggọ [mʊŋ'gɔ] ...
[11]Stämme mit [_ŋ.k_] angkạs [ʔʌŋ'kʌs], angkịn [ʔʌŋ'kɪn], angkọp [ʔʌŋ'kɔp], bangkạ [bʌŋ'kʌ], bangkạl [bʌŋ'kʌl], langk [lʌŋ'kʌʔ], lingkọd [lɪŋ'kɔd], lungkọt [lʊŋ'kɔt], pangkạt [pʌŋ'kʌt], sangkạp [sʌŋ'kʌp] ...
[12]Stämme mit [_ŋ.andere_] anghạng [ʔʌŋ'hʌŋ], rangy [rʌŋ'jʌʔ], tanghạl [tʌŋ'hʌl]

{14A-2341}   Gleiche Silben in filipinischen Wortstämmen

 
[1]bbaybạy [baɪ'baɪ], bitbịt [bɪt'bɪt], budbọd [bʊd'bɔd], bugbọg [bʊg'bɔg], bukbọk [bʊk'bɔk]
[2]ddagdạg [dʌg'dʌg], damdạm [dʌm'dʌm], dikdịk [dɪk'dɪk]
[3]ggasgạs [gʌs'gʌs], gawgạw [gaʊ'gaʊ]
[4]hhadhạd [hʌd'hʌd]
[5]kkiskịs [kɪs'kɪs], kukọ [kʊ'kɔ], kuskọs [kʊs'kɔs]
[6]llaglạg [lʌg'lʌg], lamlạm [lʌm'lʌm]
[7]m nNicht gefunden (mama ['ma:.mʌʔ], nana ['na:.nʌʔ]).
[8][ ŋ ] <ng> ngangạ [ŋʌ'ŋʌ]
[9]ppampạng [pʌm'pʌŋ], paypạy [paɪ'paɪ], pitpịt [pɪt'pɪt], puspọs [pʊs'pɔs]
[10]ssagsạg [sʌg'sʌg], saksạk [sʌk'sʌk], sawsạw [saʊ'saʊ], saysạy [saɪ'saɪ], siksịk [sɪk'sɪk], sipsịp [sɪp'sɪp], suksọk [sʊk'sɔk], suso ['su:.sɔ]
[11]ttadtạd [tʌd'tʌd], tamtạm [tʌm'tʌm], tastạs [tʌs'tʌs], tingtịng [tɪŋ'tɪŋ], tistịs [tɪs'tɪs], tugtọg [tʊg'tɔg], tuntọn [tʊn'tɔn], tuto ['tu:.tɔ]
[12][ j ] <y> Nicht gefunden (yaya ['ja:.jʌʔ]).

Mit Ausnahme von suso und tuto ist in allen obigen Beispielen die zweite Silbe betont.


{14A-2351}   o und u in filipinischen Stammwörtern

Die folgende Liste von Beispielen enthält möglicherweise Lehnwörter, Ableitungen und Zusammensetzungen, die als solche nicht deutlich erkennbar sind.

 
[1]o in nichtletzter Silbe
(außer Hiatus)
bohọl [bɔ'hɔl], saranggola [sʌ.rʌŋ'go:.lʌ], tinola [tɪ'no:.lʌ], totoọ [tɔ.tɔ'ʔɔ]
[2]Hiatus oo bagoọng [bʌ.gɔ'ʔɔŋ], doọn [dɔ'ʔɔn], ginoọ [gɪ.nɔ'ʔɔ], loọb [lɔ'ʔɔb], loọk [lɔ'ʔɔk], noọ [nɔ'ʔɔ], noọd [nɔ'ʔɔd], noọn [nɔ'ʔɔn], oo ['ʔo:.ʔɔ], poọk [pɔ'ʔɔk], totoọ [tɔ.tɔ'ʔɔ]
[3]Sonstiger Hiatus oVNicht gefunden.
[4]Diphthong mit o abuloy [ʔʌ'bu:.lɔɪ], apọy [ʔʌ'pɔɪ], baboy ['ba:.bɔɪ], kahoy ['ka:.hɔɪ], langọy [lʌ'ŋɔɪ], tukoy ['tu:.kɔɪ], tulọy [tʊ'lɔɪ], unggọy [ʔʊŋ'gɔɪ]
[5]o am Wortende abọ [ʔʌ'bɔ], akọ [ʔʌ'kɔ], alimango [ʔʌ.lɪ'ma:.ŋɔ], anino [ʔʌ'ni:.nɔ], anito [ʔʌ'ni:.tɔ], anọ [ʔʌ'nɔ], apọ [ʔʌ'pɔ], aso ['ʔa:.sɔ], bago ['ba:.gɔ], bagyọ [bʌg'jɔ] ...
[6][oʔ] am Wortende any [ʔʌn'jɔʔ], baho ['ba:.hɔʔ], big [bɪ'gɔʔ], bugh [bʊg'hɔʔ], bulal [bʊ.lʌ'lɔʔ], buns [bʊn'sɔʔ], bu [bʊ'ʔɔʔ], dug [dʊ'gɔʔ], duro ['du:.rɔʔ], gint [gɪn'tɔʔ] ...
[7]Sonstiges o in letzter Silbe abọt [ʔʌ'bɔt], agos ['ʔa:.gɔs], ahon ['ʔa:.hɔn], angkọp [ʔʌŋ'kɔp], anod ['ʔa:.nɔd], antọk [ʔʌn'tɔk], apog ['ʔa:.pɔg], bakod ['ba:.kɔd] ayon ['ʔa:.jɔn], ayos ['ʔa:.jɔs] ...

[8]u in nichtletzter Silbe
(außer Hiatus)
abuloy [ʔʌ'bu:.lɔɪ], bituịn [bɪ.tʊ'ʔɪn], bubọng [bʊ'bɔŋ], bubuyog [bʊ'bu:.jɔg], budbọd [bʊd'bɔd], bugạ [bʊ'gʌ], bugbọg [bʊg'bɔg], bugh [bʊg'hɔʔ], bugtọng [bʊg'tɔŋ], buhat ['bu:.hʌt] ...
[9]Hiatus uo bu [bʊ'ʔɔʔ], buọd [bʊ'ʔɔd], suọt [sʊ'ʔɔt], tuọd [tʊ'ʔɔd], tuọs [tʊ'ʔɔs]
[10]Hiatus uuNicht gefunden.
[11]Sonstiger Hiatus uV bituịn [bɪ.tʊ'ʔɪn], luạd [lʊ'ʔʌd], uạng (uwang) [ʔʊ'ʔʌŋ]
[12]Diphthong mit u arụy [ʔʌ'ruɪ]
[13]u am Wortende datu ['da:.tʊ], nakṳ [nʌ'ku:] (Ableitung.)
[14][uʔ] am Wortende samp [sʌm'pʊʔ]
[15]Sonstiges u in letzter Silbe balụt [bʌ'lʊt], bangụs [bʌ'ŋʊs], kung [kʊŋ], yung [jʊŋ]

Zur Ergänzung einige Lehnwörter:

 
[16]o in nichtletzter Silbe adobo [ʔʌ'do:.bɔ], bola ['bo:.lʌ], bote ['bo:.tɛ], doktọr [dɔk'tɔr], goma ['go:.mʌ], goto ['go:.tɔ], hototay [hɔ'to:.taɪ], kamote [kʌ'mo:.tɛ], kimona [kɪ'mo:.nʌ], kọmpost ['kɔm.pɔst] ...
[17]u in letzter Silbe asụl [ʔʌ'sʊl], ataụl [ʔʌ.tʌ'ʔʊl], bus [bʊs], kẹtsup ['kɛt.sʊp], potạsyum [pɔ'tʌs.jʊm], tịsyu ['tɪs.jʊ]

{14A-2361}   d und r in filipinischen Stammwörtern

Die folgende Liste von Beispielen enthält möglicherweise Lehnwörter, Ableitungen und Zusammensetzungen, die als solche nicht deutlich erkennbar sind.

 
[1][d_]   d als Wortanlaut daạn [dʌ'ʔʌn], daẹng [dʌ'ʔɛŋ], dag [dʌ'gʌʔ], dagat ['da:.gʌt], dagdạg [dʌg'dʌg], daglạt [dʌg'lʌt], dahan ['da:.hʌn], dahil ['da:.hɪl], dahon ['da:.hɔn], daịg [dʌ'ʔɪg] ...
[2][_V.d_]   d als Silbenanlaut
nach Vokal
adạrna [ʔʌ'dʌr.nʌ], adiyạ [ʔʌ.dɪ'jʌ], duda ['du:.dʌ]
[3][_K.d_]   d als Silbenanlaut
nach Konsonant
akd [ʔʌk'dʌʔ], bandạ [bʌn'dʌ], bundọk [bʊn'dɔk], dagdạg [dʌg'dʌg], daigdịg [dʌ.ʔɪg'dɪg], dikdịk [dɪk'dɪk], gandạ [gʌn'dʌ], hagdạn [hʌg'dʌn], hand [hʌn'dʌʔ], handọg [hʌn'dɔg] ...
[4][_d._]   d als Silbenauslaut
in nichtletzter Silbe
budbọd [bʊd'bɔd], hadhạd [hʌd'hʌd], hadlạng [hʌ'lʌŋ], kidlạt [kɪd'lʌt], madla [mʌd'lʌʔ], padyạk [pʌd'jʌk], sadlạk [sʌd'lʌk], sady [sʌd'jʌʔ], tadtạd [tʌd'tʌd], tudlịng [tʊd'lɪŋ]
[5][_d]   d am Wortende agạd [ʔʌ'gʌd], alagạd [ʔʌ.lʌ'gʌd], alulọd [ʔʌ.lʊ'lɔd], anod ['ʔa:.nɔd], babad ['ba:.bʌd], bahid ['ba:.hɪd], bakod ['ba:.kɔd], batịd [bʌ'tɪd], bayad ['ba:.jʌd], bilạd [bɪ'lʌd] ...

[6][r_]   r als Wortanlaut rabạw [rʌ'baʊ], rangy [rʌŋ'jʌʔ]
[7][_V.r_]   r als Silbenanlaut
nach Vokal
aral ['ʔa:.rʌl], arap ['ʔa:.rʌp], araw ['ʔa:.raʊ], arạy [ʔʌ'raɪ], ari ['ʔa:.rɪʔ], arụy [ʔʌ'ruɪ], barik ['ba:.rɪk], baro ['ba:.rɔ], buro ['bu:.rɔ] ...
[8][_K.r_]   r als Silbenanlaut
nach Konsonant
Nicht gefunden.
[9][_r._]   r als Silbenauslaut
in nichtletzter Silbe
adạrna [ʔʌ'dʌr.nʌ]
[10][_r]   r am Wortende Nicht gefunden.

Die filipinische Sprache von Armin Möller   http://www.germanlipa.de/filipino/sy_tunog_1A.htm
23. April 2010 / 19. Oktober 2013

Die filipinische Sprache - Ende 14A Anhang zu Phonologie und Orthografie
(Datei 14A/1)

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