Wir verstehen unter Kurzwörtern (katagạ) die Gesamtheit der Wörter, die keine Phrasen sein oder bilden können. Hinzu kommen die Wörter, die von der Fähigkeit, eine Phrase zu sein oder zu bilden, in der aktuellen Situation keinen Gebrauch machen. Zur ersten Gruppe zählen die Allein- und Funktionswörter; die letztere Gruppe bilden Pronomen mit enklitischem Verhalten. Damit haben die Kurzwörter die Eigenschaften, keine Attribute besitzen und nicht als Interklitbezugswort dienen zu können.
Kurzwörter sind demnach keine morphologische Wortart; zu ihnen gehören
Mit Ausnahme von einigen Präpositionen, SA-Präpositionen und Konjunktionen sind Kurzwörter morphologisch kurz, d.h. ein- oder zweisilbig.
Am Ende dieses Kapitels in Abschnitt {11-8} beschreiben wir Konstruktionen, bei denen Nicht-Kurzwörter eine Art enklitisches Verhalten besitzen (Sprung aus dem Subjekt).
Wie der Name besagt, müssen proklitische Kurzwörter (untagạ, Schlüssel {../PC}) regelmäßig vor ihrem Bezugswort stehen; zu ihnen gehören:
Die meisten proklitischen Funktionswörter sind bezüglich der gesamten Phrase
proklitisch [1 3 4]. Die Artikel haben ein Substantiv als Bezugswort, vor dem sie - von
Ausnahmen abgesehen [2b] - unmittelbar stehen müssen [2a]. Zu den proklitischen
Alleinwörtern gehört nichtkanonisches ang [6], das wir als Adverb betrachten
{2-2.5}. Phrasenproklitische Kurzwörter
stehen vor wortproklitischen Kurzwörtern, es heißt ang mga und nicht
mga ang [7]. Da wir die Konjunktionen als proklitische Kurzwörter
ausschließen, gibt es vermutlich in der filipinischen Sprache keine proklitischen
Kurzwörter, die sich auf den gesamten (Teil-) Satz beziehen.
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(1) Bestimmungswörter (panandạ) stehen in Funktionsphrasen, um deren syntaktische Funktion anzuzeigen. Sie besitzen keinen semantischen Inhalt, oder dieser tritt weit hinter die syntaktischen Funktion zurück. Sie alle sind Funktionswörter und mehrheitlich proklitische Kurzwörter.
Die proklitischen Bestimmungswörter sind ang, ay, ng, sa und nang, die als Markierer der Funktionsphrasen dienen (panandạ ng parirala, Schlüssel {MS}, {MP}, {MC}, {MA} und {M0} {*}). Wir identifizieren sie so sehr mit den dazugehörigen Phrasen, dass wir ng und sa zur Definition der Objunktphrase bzw. der Adjunktphrase heranziehen. ang ist das Bestimmungswort des Subjekts und ay das des Prädikats. nang wird als Bestimmungswort für Disjunktphrasen verwendet. Die Ligatur als Bestimmungswort der Subjunktphrase hat abweichendes Verhalten und wird in in Abschnitt {11-4} gesondert behandelt.
{*} Im Allgemeinen verzichten wir auf die Anzeige des Bestimmungswortes im Schlüssel der Funktionsphrase. Um in besonderen Fällen auf das Vorhandensein oder das Fehlen des Bestimmungswortes hinweisen zu können, wählen wir Darstellungen wie {P-A(MA)=P-N(MA.PP)} für sa akin oder {P-S([MS])=P-N(A/Na ..)} in Guru si Bert. Wird das Bestimmungswort der Funktionsphrase mit einem Wort der Inhaltsphrase verschmolzen, zeigen wir dies in besonderen Fällen in der Inhaltsphrase, z.B. {P-C=P-N(MC.A/Na N/Na} in Sombrero ni Bert.
(2) In den entsprechenden Kapiteln über Subjekt, Objunkt und Adjunkt haben wir die Verwendung der Bestimmungswörter mit Nominalphrasen betrachtet. Zwei der dort auftetenden Besonderheiten möchten wir hier nochmals verdeutlichen. Die erste betrifft Nominalphrasen mit den Artikeln si und sina. Für ang, ng und sa gilt eine Sonderregel, die besagt, dass diese Bestimmungswörter und auch si und sina unverändert bleiben, wenn ein vorangestelltes Attribut Bestimmungswort und Artikel trennt [1-3]. Die zweite Besonderheit sind Konstruktionen mit den Pluralformen der Demonstrativpronomen, für die Ähnliches gilt [5-7].
Prädikate mit ay erfüllen diese Sonderegeln ebenfalls, da ay mit si, sina und Demonstrativpronomen kompatibel ist [4 8]. Für Subjunkte und Disjunkte sind diese Regeln gegenstandslos, da die entsprechenden Formen nicht gebildet werden (siehe jedoch {6-7.4 [7 8]}).
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Alle Bestimmungswörter sind einsilbig. Nur sa bildet eine Wortfamilie.
Die Bestimmungswörter werden für die unterschiedlichen Funktionsphrasen verwendet. Dementsprechend sind Unterschiede des Verhaltens der Bestimmungswörter zu beobachten.
Enklitische Konstruktionen spielen in der filipinischen Sprache eine wichtige Rolle {11A-301 Θ}. Enklitsche Kurzwörter (hutagạ, Schlüssel {../EC}) stehen nach ihrem Bezugswort an einer zweiten Position {11-3.2}. Zu den enklitischen Kurzwörtern zählen Adverbien {10A-211} und einige Konjunktionen. Hinzu kommen NG- und ANG-Pronomen, die sich ähnlich wie enklitsche Kurzwörter verhalten können. Enklitische Konstruktionen bezeichnen wir vereinfachend als Enklite {*}.
{*} Wir verwenden diesen Ausdruck, um offen zu lassen, ob es sich um Phrasen oder Kurzwörter handelt.
Zwischen zwei Phrasen kann die Bedingung einer unmittelbaren Nachbarschaft bestehen. Durch das Einfügen von enklitischen Kurzwörtern zwischen diese Phrasen wird in der filipinischen Sprache die unmittelbare Nachbarschaft nicht verletzt.
Wir unterscheiden zwei Gruppen von Enkliten, einfache enklitische Konstruktionen und Interklitkonstruktionen {11A-311 Θ}. Beiden Gruppen ist gemein, dass sie ein Bezugswort (salitạng makatukoy) besitzen. Darunter verstehen wir das Wort, das die Positionierung des Enklits bestimmt; Bezugswort ist ein syntaktischer Begriff. Eine enge semantische Beziehung zwischen Enklit und Bezugswort braucht nicht zu bestehen.
In anderem Zusammenhang verwenden wir den Begriff Bezugswort ({13-5.3.1}, salitạng kaugnạy) für das Kernwort der Phrase, auf die sich eine Phrase oder ein Teilsatz bezieht. Dort besteht eine syntaktische und semantische Verbindung. Innerhalb einer Phrase verwenden wir den Begriff Kernwort ({1A-201}, salitạng pang-ubod).
(1) Wir sprechen von einer einfachen enklitischen Konstruktion (yaring hutagạng payạk), wenn das Enklit eine syntaktische und semantische Beziehung zum vorangehenden Bezugswort besitzt, jedoch keine Beziehung zu dem folgenden Wort bzw. der folgenden Phrase [1]. Einfache enklitische Konstruktionen werden ohne Ligatur gebildet. Enklitische Konjunktionen stehen wie alle Konjunktionen unabhängig im Satz, sie stehen an zweiter Position im Satz. Wir betrachten diese Enklite als einfach enklitisch [2].
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(2) Argumente werden in der Regel dem prädikativen Verb nachgestellt. Sind ANG- oder NG-Pronomen Argumente des Verbs als Subjekt oder Objunkt, so zeigen sie einfaches enklitisches Verhalten [3 4]. Ihr enklitisches Bezugswort ist das prädikative Verb (obwohl es für das Subjekt nicht dessen Kernwort ist). Ähnliches gilt für Objunkte, die attributiv einem Substantiv zugeordnet sind [6].
(3) Enklite wie in [1 2] werden von Adverbien und Konjunktionen gebildet, sie sind stets Kurzwörter und Alleinwörter und bilden keine Phrasen. Demgegenüber betrachten wir Pronomen als Inhaltswörter, die Phrasen bilden. Diese Eigenschaft bleibt in einfachen enklitischen Konstruktionen weitgehend erhalten [6a|b]. Deutlich wird dies nur in den wenigen Fällen, in denen das Enklit ein Attribut besitzt [7-9]. Fehlen diese Attribute, verhält sich das enklitische Pronomen weitgehend wie ein Alleinwort. Das wird deutlich, wenn mehrere dieser Enklite zusammentreffen, da in diesen Fällen die Regeln für enklitische Kurzwörter {11-3.3} und nicht die Regeln für Argumente, die Phrasen sind, befolgt werden [3 4|5] {7-2.2 (4)}.
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{*} Wir behalten des Schlüssel {P-S} für das Subjekt bei, obwohl es hier möglicherweise keine Phrase ist.
(4) {Θ} Unmittelbar nachgestellte Objunktphrasen betrachten wir ebenfalls als einfache enklitische Konstruktionen im weiteren Sinn, auch wenn sie nicht mit einem Enklit (NG-Pronomen) gebildet werden [10 11]. Zwischen dem Bezugswort des Objunktes und der "unmittelbar" nachgestellten Objunktphrase können enklitische Kurzwörter stehen [12] (sie bilden eine weitere einfache enklitische Konstruktion). Zwei Objunktphrasen können unmittelbar aufeinander folgen, auch sie sind als einfache enklitische Konstruktionen anzusehen [13]. Satz {11-3.1.3 [3]} ist keine einfache enklitische Konstruktion, da zwischen Bezugswort und Objunkt eine andere Phrase steht.
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Diese komplizierte Beschreibung trägt der Tatsache Rechnung, dass es Ausnahmen von der Regel gibt, dass eine Objunktphrase unmittelbar ihrem Kernwort folgt.
(1) Neben den einfachen enklitischen Konstruktionen gibt es eine weitere Gruppe von Konstruktionen mit Enkliten, die wir als Interklit bezeichnen. Hier ist das Bezugswort des Enklits nicht das Kernwort der Phrase [1 2]. Das Enklit steht vor dem Kernwort der Phrase, zu der es gehört; es folgt einem Bezugswort an zweiter Stelle, zu dem es oft nur eine syntaktische und keine direkte semantische Beziehung besitzt [2]. Somit entsteht eine Konstruktion, die aus drei Elementen besteht mit dem Enklit in der Mitte, was den Namen Interklit erklärt.
Bezugswort Enklit Kernwort
Ist das Enklit das Subjekt des Satzes [3] {11-3.2 (3)}, so bildet es allein das Subjekt, und ein folgendes Kernwort kann nicht zum Subjekt (also nicht zur gleichen Phrase) gehören. Trotzdem besitzt auch diese Konstruktion drei Elemente mit dem gleichen Schema wie oben, da das das Subjekt bildende Enklit mit dem folgenden dritten Element (in der Regel dem Kernwort des Prädikats) semantisch eng verbunden ist.
(2) In Interklitkonstruktionen sind Pronomen keine Inhaltswörter, die Phrasen bilden, sondern Alleinwörter. Es gelten stets die Regeln für die Reihenfolge von enklitischen Kurzwörtern {11-3.3}. In einigen Fällen kann eine Phrase mit Pronomen als Kernwort gespalten werde in ein Pronomen, das als Kurzwort den Interklit bildet, und in einen "kernlosen Phrasenrest" [4a 5].
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(3) Interklitkonstruktionen kommen in der filipinischen Sprache sehr häufig vor; sie können den syntaktischen Aufbau des Satzes erheblich beeinflussen. Daher widmen wir ihnen die Abschnitte {11-6...}.
Steht ein Enklit nach dem Kernwort der Phrase, so wird regelmäßig eine einfache enklitische Konstruktionen gebildet. Das Enklit muss unmittelbar nach dem Kernwort vor anderen Bestandteilen der Phrase stehen [1 2]; demnach ist [3] keine enklitische Konstruktion. Ein möglicher Interklit kann gebildet werden, auf die Bildung kann jedoch verzichtet werden [4].
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Zusammenfassend können wir sagen, dass einfache enklitische Konstruktionen eine unmittelbare Nachstellung des Enklits verursachen, während in interklitischen Konstruktionen das Enklit die zweite Position einnimmt.
(1) Enklite stehen unmittelbar nach ihrem Bezugswort. Dieses kann das Kernwort der Phrase sein, zu der das Enklit gehört (einfache enklitische Konstruktion {11-3.1.1}). Steht vor dem Kernwort der Phrase, zu der das Enklit gehört, ein geeignetes Bezugswort, so kann nach diesem das Enklit stehen (Interklitkonstruktion {11-3.1.2}). Nur Inhaltswörter können Bezugswort sein. Jedoch sind nicht alle Inhaltswörter geeignet, als Bezugswort zu dienen. Näheres dazu in {11-6.1}.
(2) Eine Gruppe von Enkliten gehören einer Phrase an, die sie nicht verlassen können [1b|c|d]. Daher nehmen sie eine zweite Position in dieser Phrase an [2-4] ('second position clitics'). Eine Folge davon ist, dass Enklite in einem Satz an verschiedenen Positionen stehen können [1a]. Häufig ist dies nicht sichtbar, da in vielen Fällen das Bezugswort und das Enklit dem am Satzanfang stehenden Prädikat angehören. So stehen das oder die Enklite in diesen Fällen nur "zufällig" an zweiter Position im Satz.
In den Sätzen [5-7] beziehen sich die Enklite auf den ganzen Satz (Adverbinterklit in [5], Subjektinterklit [6 7]). Sie stehen daher an zweiter Position im Satz.
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(3) Eine besondere Betrachtung erfordern ANG-Pronomen, die das Subjekt bilden und enklitisches Verhalten besitzen. Das Subjekt ist dem Satz zugeordnetet, gehört also keiner Phrase an. Daher kann sich ein ANG-Pronomen mit enklitischem Verhalten als Subjekt frei im Satz bewegen und stets die zweite Position nach dem ersten Bezugswort im Satz einnehmen (in Fällen wie {11-6.1 (3)} nach der ersten vollständigen Phrase).
Häufig kommen mehr als ein enklitisches Kurzwort an der gleichen Stelle im Satz zu stehen, und dann gibt es eine festgelegte Reihenfolge nach folgenden Regeln:
Dazu einige Beispiele, weitere im Anhang {11A-331}:
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{Θ} Obige Regeln zeigen folgendes Prinzip der Reihenfolge:
(1) Als Bestimmungswort der Subjunktphrase haben wir die Ligatur (Schlüssel {L} bzw. {.. .L}, pang-angkọp, englisch 'linker' oder 'ligature') in Kapitel {5-1 ff.} beschrieben. Ihre Besonderheit ist, dass sie semantisch eine Stufenfunktion anzeigt und ihrer Phrase vor- oder nachgestellt werden kann. Wir haben sie daher als interklitisch bezeichnet. Ist das Subjunkt Argument eines Verbes, so können "an der Stufe" Phrasen eingeschoben werden {7-7.4 [3-6]}.
Beim Interpotenzial wird die Ligatur an das Ende einer Phrase geschoben {10-4.1.1 (1)}, wir betrachten dieses Verhalten vergleichbar mit dem nach Kurzwörtern {11-4.2}.
(2) Die Ligatur wird weiterhin zur Anbindung von Ligatursätzen
verwendet {13-5.3}. Hier ist eine
Nachstellung der Ligatur in der Regel nicht möglich. Wir sehen eine deutliche
syntaktische und semantische Verwandtschaft der Ligatur in Subjunkten und in
Teilsätzen {11A-401
}.
(3) Daneben gibt es in der filipinischen Sprache zwei weitere Verwendungen der Ligatur, die nicht offensichtlich mit Subjunktphrasen und Stufenfunktion in Verbindung gebracht werden können. In beiden Fällen zeigt die Ligatur keine Stufe an, sondern verbindet zwei unterschiedliche Strukturen auf gleichem syntaktischen Niveau.
(3a) Bei der Bildung von Existenzphrasen wird eine Ligatur verwendet {4-3.1}. Sie wird als -ng Form dem Existenzwort angehängt, das als SA-Präposition das Funktionswort der Existenzphrase ist, und steht somit vor der Nominalphrase, die die Inhaltsphrase der Existenzphrase bildet. Die Existenzwörter können als Interklitbezugswörter dienen; in diesen Fällen wird die Ligatur zum (letzten) Kurzwort des Interklits verschoben. Nur das verkürzte Existenzwort may erhält keine Ligatur und kann nicht als Interklitbezugswort dienen.
(3b) In {5-3.5} haben wir dargestellt, dass eine Ligatur verwendet wird, wenn nach Disjunktphrasen enklitische Kurzwörter oder Interklitpronomen stehen.
(4) {Θ} Wir gehen davon aus, dass es sich in allen Fällen (1-3) um die gleiche Ligatur handelt (also keine Homomorphie vorliegt). Das Verhalten ist stets gleich, wenn Kurzwörter in Verbindung mit der Ligatur stehen {11-4.2} {11-6.3}. Dass in den Fällen (3) die -ng Form der Ligatur verwendet werden kann und verwendet wird, führen wir auf das phonologische Umfeld zurück. Andererseits mag die Tatsache, dass stets die -ng Form verwendet werden kann, die Ligatur in (3a) ermöglicht haben. Die Ligatur in (3a 3b) kann nicht zwingend der vorangehenden oder nachfolgenden Struktur zugeordnet werden, sie ist auch diesen Fällen interklitisch.
Obwohl die Funktion der Ligatur in den Fällen (3a) wenig und in (3b) nicht deutlich ist, ordnen wir sie uneingeschränkt den Bestimmungswörtern und damit den Funktionswörtern zu.
Die Morpholologie der Ligatur wird im nächsten Abschnitt {11-4.1} beschrieben.
Die Ligatur besteht aus dem angehängten Morphem -ng (das nach Vokal [1b 2a 3b 5b], Po [ ʔ ] [2b] oder -n Endung [3a] steht, wobei Po [ ʔ ] oder -n der Endung wegfallen) oder dem separaten Wort na (das nach Konsonantendung außer Po [ ʔ ] oder -n steht [1a 4a 4b]), {14-2.5.8.3}. Angehängtes -ng und separates Wort na haben die gleiche Funktion.
Statt der -ng Form kann die na Form verwendet werden. Davon wird oft bei Eigennamen Gebrauch gemacht wird, um die Namen nicht morphologisch ändern zu müssen ([5a], jedoch Mariang Makiling). Ligatursätze, insbesondere längere, werden häufig mit na eingeleitet, auch wenn -ng phonologisch zulässig wäre, vermutlich, um den Ligatursatz deutlicher zu trennen {13-5.3 (1)}.
Das Wort na der Ligatur ist morphologisch dem Adverb na gleich, hat aber syntaktisch und semantisch nichts mit diesem zu tun {11A-701}. Es gibt Wörter, denen Stamm auf -ng endet, dieses -ng ist nicht mit dem der Ligatur zu verwechseln [4].
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In Abschnitt {11-4} haben wir dargestellt, dass die Ligatur interklitisches Verhalten zeigt. Diese Eigenschaft führt zu besonderem Verhalten, wenn die Ligatur bei enklitischen Kurzwörtern zu stehen kommt. Besitzt das Bezugswort des enklitischen Kurzwortes (das ist das vorangehende Wort) eine Ligatur, so wird diese zu dem enklitischen Kurzwort verschoben [1a|b 2b|c 3a|b]. Dabei kann eine weggelassene na Ligatur als -ng Form gebildet werden [2a|c]. Stehen mehrere enklitische Kurzwörter zusammen, so erhält das letzte die Ligatur [4]. Dadurch bleibt die enge Beziehung zwischem Bezugswort vor dem Kurzwort (bzw. den Kurzwörtern) und dem ersten Wort nach dem Kurzwort erhalten. In diesen Fällen muss die -ng Form der Ligatur verwendet werden. Die meisten enklitischen Kurzwörter erfüllen eine phonologische Bedingung. Sie enden auf Vokal, -n oder Po [ ʔ ] und erlauben somit die -ng Form der Ligatur. Nach den wenigen Kurzwörtern mit anderen Endungen (Beispiele daw, lang) entfällt die Ligatur, eine Bildung mit dem getrennten Wort na ist nicht möglich [5] {11A-421}.
Da einfache enklitische Konstruktionen keine Ligatur besitzen, so wird durch das Einfügen eines enklitischen Kurzwortes keine Ligatur gebildet [6a|b|c]. Das ist erklärlich, da das Kurzwort zu dem voranstehenden Wort in enger Beziehung steht und nicht notwendigerweise zum nachfolgenden. Abweichend verhalten sich Disjunkte. Sie besitzen keine Ligatur, können jedoch eine erhalten, wenn nach ihnen ein enklitisches Kurzwort gesetzt wird [7] {5-3.5}.
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Sonstige Kurzwörtern sind die Alleinwörter, die nicht enklitisch und nicht deutlich proklitisch sind. Eine Anzahl dieser Wörter stehen aus semantischen Gründen fast regelmäßig am Phrasen- oder Teilsatzanfang, dieses Verhalten betrachten wir nicht als "deutlich proklitisch". Zu dieser Restgruppe der Kurzwörter gehören:
| Die filipinische Sprache von
Armin Möller
http://www.germanlipa.de/filipino/sy_taga_1.htm
18. April 2010 |