In der filipinischen Sprache sind Interrogationen von besonderem Interesse. Nur wenige Phrasen sind in Phrasenfragen direkt erfragbar. Das Prädikat kann mit Interrogativpronomen erfragt werden, eine Erfragung des Subjektes ist nicht möglich. Für Adjunktphrasen stehen SA-Formen der Interrogativpronomen zur Verfügung. Objunkte können nur in Ausnahmefällen erfragt werden. Oft ist ein syntaktischer Umbau des Aussagesatzes notwendig, um eine Frage formulieren zu können (und nicht nur eine Änderung der Wortfolge). Hinzu kommen Interrogativadjektive, -adverbien und einige Interrogativverben. Das Studium dieser Vorgänge hilft, die syntaktische Struktur der Sprache besser zu verstehen. In {1A-202 Σ} wird dies an einem Beispiel ausführlich dargestellt.
Viele Interrogativa besitzen Pluralformen, die durch Wortdoppelung gebildet werden. Interrogativa werden in Verbindung mit Konjunktionen nichtfragend verwendet, sie sind dann als Indefinita zu betrachten {6-4.4.1}. Für Entscheidungsfragen besitzt die filipinische Sprache ein enklitisches Interrogativadverb ba.
In unserer Darstellung lässt sich die Syntax der Interrogationen vollständig aus den allgemeinen Prinzipien der filipinischen Syntax herleiten. Fragesätze gehorchen den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie andere Sätze, ohne dass besondere Regeln eingeführt werden müssen. Die einzige Besonderheit ist, das das Fragewort oder die Fragephrase in der Regel am Satzanfang zu stehen hat. Auch dies passt in unsere Darstellung, da auch in anderen Sätzen die erste Phrase im Satz eine besondere Aufmerksamkeit besitzt.
In den nächsten Abschnitten betrachten wir die Interrogativa und anschließend die Syntax der Frage- und Antwortsätze.
Wir bezeichnen Fragen, bei denen eine Phrase erfragt wird, als Phrasenfragen und deren Interrogativa als Phraseninterrogativa (Phrasenfragewörter, salitạng pananọng na pamparirala).
Wir vermeiden den Begriff Ergänzungsfrage und schließen damit Undeutlichkeiten zu Ergänzungs- und Ersetzungssatz aus {13-5}. Eine Bezeichnung wie W-Frage verbietet sich in Filipino.
Interrogativa bei C. Lopez und Aganan et al. {12A-201
}.
(1) Die filipinische Sprache besitzt zwei Interrogativpronomen (panghalịp na pananọng, Schlüssel {PI}) in der Grundform. Mit sino werden Personen erfragt [1 2], sein Gegenstück für Sachen ist anọ [3]. Da mit diesen Pronomen das Prädikat erfragt wird {12-4.2}, bezeichnen wir sie als AY-Formen. Die entsprechenden SA-Pronomen sind kanino [4 5], das Personen in Adjunktphrasen erfragt, und seine Gegenstücke für Sachen saạn und nasaạn [6-10]. Die SA-Interrogativpronomen können in Verbindung mit Präpositionen verwendet werden [11-15]. Das NG-Interrogativpronomen nino wird selten verwendet [16], da es als enklitisches NG-Pronomen nicht an den Satzanfang gestellt werden kann. {12-4.4}. Damit lässt sich für die Interrogativpronomen folgendes Schema aufstellen, in dem auch die Pluralformen mit Stammdoppelung aufgenommen sind [2].
| ANG | AY | NG | SA | ||
| Schlüssel | --- | {PI} | {MC.PI} | {MA.PI} | |
| Singular und Plural | Personen | Nicht vorhanden | sino | nino | kanino |
| Dinge | anọ | Nicht vorhanden | saan nasaạn | ||
| Plural | Personen | sinu-sino | ninu-nino | kani-kanino | |
| Dinge | anụ-anọ | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | ||
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{*}
Seltener werden Formen mit Bestimmungswörtern wie ng ano
gebildet {12A-201 (1) | |||||
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(2) Umgangssprachlich werden Interrogativpronomen mit ang zu
sinong [1|17] oder anọng zusammengezogen [18]
{2-2.2 (3)}. Dies ist zu unterscheiden
vom adjektivischen Gebrauch {12-2.2}. Mehr idiomatisch
sind die Fragesätze [20-25]. Eine Sonderstellung nimmt das Interrogativum
magkano ein [26]. Es kann nicht attributiv
mit Substantiven verbunden werden (magkanong Dollar). Daher
betrachten wir es als Interrogativpronomen und nicht als Interrogativadjektiv.
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Eine Anzahl Interrogativa verhalten sich wie Adjektive, wir bezeichnen sie als Interrogativadjektive (pang-uring pananọng, Schlüssel {JI}). Zu dieser Gruppe gehören alịn, ilạn, ikailạn, pang-ilạn (seltener ikaalịn, pang-alịn [1-3]. Eine Besonderheit ist das spanische Lehnwort kumustạ |como esta| 'wie geht es' [4], wobei kumustạ in der filipinischen Syntax als Interrogativadjektiv {JI/Es} betrachtet werden sollte. In den Sätzen [1 2 4 10a 11 12] werden die Interrogativadjektive prädikativ verwendet. Die Interrogativadjektive können wie andere Adjektive in Nominalphrasen als Attribut verwendet werden [3 5 10b]. Sie erhalten dann eine Ligatur, bilden also Subjunkte. Das gleiche gilt für die attributiv verwendeten Interrogativpronomen sino, anọ und kanino [6-9], die dann den Schlüssel {J/PI} erhalten. Das Interrogativadjektiv tagasaạn kann ebenfalls prädikativ und attributiv verwendet werden [10a|b]. kaanụ-anọ besitzt regelmäßig ein Objunkt (mo in Satz [11]).
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Interrogativadverbien (pang-abay na pananọng, Schlüssel {DI}) sind bakit, kailạn, paano, gaanọ [1-5] und ba {12-3}. Wie bei anderen Adverbien, die Inhaltswörter sind, stellt sich die Frage (mit Ausnahme von ba, das enklitisches Kurzwort ist), ob sie unabhängig im Satz stehen oder als Attribut einer anderen Phrase zugeordnet sind. Unabhängig sind mit Sicherheit bakit und kailạn [1 2] {10-3.2 (3)}. So erklärt sich, dass sie keine Ligatur erhalten; wir zählen diese Phrasen zu den Disjunkten {*}. Da paano in Verbindung mit Verben verwendet wird [3 4] {10-3.1.1}, während gaanọ mit Adjektiven (und selten mit Substantiven) verwendet wird [5] {10-3.1.2}, ist zu vermuten, dass diese Interrogativadverbien Attribute und damit Subjunkte sind, obwohl auch sie keine Ligatur erhalten (Ausnahme {7-7.1 [3]}). In Verbindung mit gaanọ wird das Präfix von ma- Adjektiven zu ka- abgewandelt [5]. Die Interrogativadverbien gaanọ und paano können prädikativ verwendet werden [6 7] {**} {2-4.8}. Die Interrogativadverbien (wieder mit Ausnahme von ba) können Interklitbezugswort sein [2 3]. Satz [8a|b] ist ein verkürzter Satz mit prädikativem paano. In Satz [9] bildet paano ein Disjunkt.
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{*} Sie sind mit Sicherheit keine unabhängigen Adjunkte, da sie keine SA-Pronomen sind.
{**} In diesen Fällen können gaano und paano als Interrogativadjektive betrachtet werden.
Die filipinische Sprache besitzt Interrogativverben (pandiwang pananọng), bei denen die Verbform bereits eine Frage beinhaltet. Dazu gehören anuhịn, anhịn.
Die filipinische Sprache besitzt ein enklitisches Interrogativadverb ba (pang-abay na pananọng, Schlüssel {DI/EC}), das die verkürzte weitgehend gebräuchliche Form von bagạ ist. Es wird für Entscheidungsfragen verwendet, und die Frage bezieht sich im Allgemeinen auf die Richtigkeit des gesamten Satzes [1-2]. ba wird dann als enklitisches Kurzwort an die zweite Position im Satz gestellt (Adverbinterklit in [2] {11-6.8}). Eine weitere Möglichkeit ist, den fraglichen Satz als Aussagesatz zu lassen und einen verkürzten Frageteilsatz di ba zuzufügen [3]. Die Frage kann sich auf die Erfragung der vor ba stehenden ersten Phrase im Satz beschränken [4a 5a] (einfache enklitische Konstruktion); dann ist entsprechend die richtige Antwort zu wählen [4b|c]. Weiterhin wird ba bei Alternativfragen verwendet [6 7]. In Phrasenfragen kann ba zur Verstärkung der Frage dem Interrogativum nachgestellt werden [8].
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Bei der Antwort auf 'ja/nein' Fragen wird unterschieden {10-5}. Wenn die Antwort das Vorhandensein oder die Anwesenheit einer Person oder eines Gegenstandes beschreibt, wird mit mayroọn oder walạ geantwortet [9]. Die Antwort auf Tätigkeiten, Eigenschaften (auch von Personen) oder Umstände ist oo oder hindị [10].
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In der filipinischen Sprache sind nicht alle Phrasen erfragbar. Die wichtigste Einschränkung kommt von der Bestimmtheit des Subjektes. Im filipinischen Satz muss das Subjekt einen größeres Maß von Bestimmtheit besitzen als das Prädikat {2-3}. Damit wird die Erfragung des Subjektes ausgeschlossen. Neben dem Prädikat können andere Phrasen, die keine Bestimmtheit an sich besitzen, erfragt werden. Dazu gehören Adjunkte und unabhängige Phrasen. Von Ausnahmen abgesehen, sind Objunkte ebenfalls nicht erfragbar. Hier ist der Grund das enklitische Verhalten der Objunktphrasen, das in der Regel die Möglichkeit ausschließt, die Fragephrase an den Satzanfang zu stellen.
Es gibt also in der filipinischen Sprache verbotene Fragen. Wir verstehen darunter, dass es keine syntaktischen Konstruktionen gibt, die das Erfragen bestimmter Phrasen ermöglicht. Dieser Mangel wird dadurch behoben, dass die filipinische Sprache eine hohe Flexibilität besitzt, Phrasen durch geeignete syntaktische Mittel zu tauschen. Wie oben erwähnt, sind die wichtigsten Fälle die Erfragung von Subjekt und Objunktphrasen. Wir haben in einem Mustersatz die Erfragung der verschiedenen Phrasen betrachtet {1A-202 Σ}
Entscheidungsfragen mit ba {12-3} können hier ausgenommen werden, da dort die Bestimmtheit keine Rolle spielt.
Syntax der Fragesätze in der filipinischen Linguistik
{12A-411
}.
(1) Vorzugsweise wird in der filipinischen Sprache das Prädikat erfragt. Das zu Erfragende soll im Satz besondere Aufmerksamkeit erhalten und wird daher an den Satzanfang gestellt. Dazu passt gut, dass im kanonischen filipinischen Satz das Prädikat am Satzanfang steht. Weiterhin hat das Prädikat keine Bestimmtheit und kann daher gut als Fragephrase verwendet werden.
In den Antwortsätzen ergibt sich eine geänderte Situation. Die Antwortphrase soll wegen ihrer Bedeutung weiterhin am Satzanfang stehen. Da in der Regel die Antwort Bestimmtheit besitzt, muss entweder dem Prädikat Bestimmtheit verliehen werden oder der Antwortsatz muss so gebildet werden, dass die Antwortphrase das Subjekt mit Bestimmtheit an sich bildet.
Wir zeigen an einem Beispiel, wie Fragen und Antworten gestaltet werden können. Antwort [2] hat die gleiche syntaktische Struktur wir die Frage [1], ist aber semantisch nicht gut, da der bestimmte tatay das unbestimmte Prädikat ist. Durch ein nichtkanonisches ang im Prädikat wird dieser Defekt behoben {2-2.5}; Satz [3] ist eine syntaktisch und semantisch gute Antwort. Die Antwort [4] mit der Antwortphrase als Subjekt ist syntaktisch richtig, aber semantisch nicht gut, da die Antwortphrase erst am Satzende steht. Satz [5] erfüllt die beiden Bedingungen, wird aber wegen des Wechsels von kanonischer Reihenfolge in der Frage zu nichtkanonischer Reihenfolge in der Antwort als nicht gut empfunden. Soll die Antwort unbestimmt bleiben, so kann die syntaktische Struktur des Fragesatzes erhalten bleiben [6]. Ist die Antwort ein Personenname, ändert sich die Situation, da eine Person mit dem Artikel si stets - also auch als Prädikat - als bestimmt gekennzeichnet ist. Gleiches gilt für Personalpronomen als Antwort. So sind die Sätze [7 8] in diesem Fall die besten Antworten und werden den anderen Möglichkeiten [9] vorgezogen. In Satz [10c] wird die Umstellung der Antwort vermieden und nichtkanonisches ang verwendet, um die Bestimmtheit der Antwort auszudrücken.
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(2) In Beispiel [1] ist das Subjekt des Fragesatzes eine Verbphrase. Wie bei Aussagesätzen, kann auch in Fragesätzen das Subjekt von einer Nominalphrase [11], einem Adjektiv [12] oder einer Adjunktphrase [13] gebildet werden (auch Existenzphrase [14]). In Satz [15] bildet eine verneinte Verbphrase das Subjekt des Fragesatzes. Für die Antwortsätze [16] gelten die gleichen Regeln, die oben in den Beispielen [2-10] dargestellt wurden.
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(3) In den bisherigen Beispielen bildet ein Interrogativpronomen das Prädikat. Darüber hinaus können Fragesätze mit Interrogativadjektiven als Prädikat gebildet werden [17]. Adjunktphrasen [18 19] (einschließlich Präpositionalphrasen [20]) können ebenfalls die zu erfragende Phrase sein. Existenzphrasen scheiden aus, da die Existenzwörter mit Interrogativa (Ausnahme ist ba) nicht kompatibel sind. Eine weitere Möglichkeit ist, dass das NG-Pronomen nino [21] und Interrogativadjektive [22], die ein Attribut innerhalb des Prädikates bilden, zur Erfragung des Prädikates verwendet werden.
In Sätzen mit kanonischer Reihenfolge von Prädikat und Subjekt steht das Prädikat am Satzanfang. Daher besitzen Fragesätze in der Regel diese Reihenfolge. Selten sind Fragesätze mit Prädikat als Fragephase in nichtkanonischer Reihenfolge [23].
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Das Subjekt im filipinischen Satz besitzt stets ein hohes Maß an Bestimmtheit {2-3}. Daher ist eine Erfragung des Subjektes nicht möglich. An anderer Stelle wird dargestellt, dass Prädikat und Subjekt im filipinischen Satz ihre Rollen tauschen können {2-2.3}. Bei der Erfragung des Subjektes wird es nach einem solchen Tausch das erfragbare Prädikat [1|2 3|4 5|6]. In den Antworten gelten die gleichen Regeln, die oben bei der Erfragung des Prädikates dargestellt wurden {12-4.2}.
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Die Objunktphrase verhält sich enklitisch; im possessiven Gebrauch wird sie dem Substantiv nachgestellt und ebenso als Argument dem Verb. Da ein Objunkt nicht am Satzanfang stehen kann, kann es - von Ausnahmen abgesehen - nicht erfragt werden. Um das Objunkt als Argument des Verbs erfragen zu können, werden Aktiv- und Passivverben gewechselt [1-3]. Dabei kann das zu erfragende Objunkt zum Subjekt des Satzes gemacht werden und dieses wiederum zum Prädikat. Dieses Verfahren ist nur möglich, wenn es geeignete Aktivverben gibt. In einigen Wortfamilien werden bestimmte Aktivverben nahezu ausschließlich für diese Fragesätze verwendet (i.A. mag- Verben {8-1.3 (4)}); in der Antwort werden Passivverben verwendet [4]. Zur Erfragung des possessiven Objunktes (Objunktphrase als Teil der Nominalphrase) kann das Interrogativpronomen kanino(ng) verwendet werden, das dem Substantiv adjektivisch vorangestellt wird [5 6] {3-4 (4)}. Als SA-Pronomen ist kanino eigentlich des Fragewort für Adjunkte, aber eine Antwort in Form eines possessiven Objunktes ist möglich. Dies wird häufig getan, aber die Frage bleibt, ob das Paar kanino Frage und ng Antwort ungrammatikalisch ist. Keinesfalls darf eine ng Antwort vorangestellt oder gar an den Satzanfang gestellt werden. In diesen Fällen ist auf die kanino Frage nur eine sa Antwort möglich. Das NG-Interrogativpronomen nino wird nur beschränkt verwendet [7]; da es enklitisch ist, kann es nicht am Satzanfang stehen. Ähnliches gilt für Phrasen mit dem Bestimmungswort ng [8].
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In Sätzen mit Katatapos als Prädikat ist der Täter ein Objunkt in einem subjektlosen Satz [9] {7-6.6}. Dieses Objunkt ist aus den oben dargestellten Gründen nicht erfragbar. In einigen Fällen wird eine nahezu ungrammatikalische Konstruktion zur Erfragung des Täters gewählt [10]. Der grammatikalisch richtige Weg ist häufiger, statt des Katatapos wird ein Aktivverb verwendet, bei dem der Täter nach Tausch von Prädikat und Subjekt erfragt werden kann [11].
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(1) Die Erfragung von Adjunkten {*} und unabhängigen Phrasen hat wenig Probleme. Es gibt (fast) keine Beschränkungen, dass diese Phrasen am Satzanfang stehen können. Außerdem besitzen sie keine besondere Bestimmtheit. Zu ihrer Erfragung werden die SA-Formen der Interrogativpronomen kanino und saạn {12-2.1} oder Interrogativadverbien {12-2.3} verwendet.
{*} In diesem Abschnitt betrachten wir Adjunktphrasen in nicht prädikativer Funktion, die Erfragung von Adjunktphrasen als Prädikate wurde bereits in {12-4.2} behandelt.
Ist die Adjunktphrase Argument eines Verbes, so kann sie bei der Erfragung vor das Verb gestellt werden [1|2 5|6]. In der Antwort wird in der Regel wieder die Reihenfolge eingehalten, bei der die zum Verb gehörige Adjunktphrase nach dem Verb steht. Zu [2] gibt es einen unregelmäßigen idiomatischen Fragesatz mit Wortstamm ohne Affix [3]. Eine Anzahl Wortfamilien bietet die Möglichkeit, durch veränderte Affigierung des Verbs die Adjunktphrase als Subjekt in den Fokus zu setzen. Das Subjekt kann mit dem Prädikat getauscht werden; als Prädikat ist es dann erfragbar [1|4 5|7-9].
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(2) Fragephrasen können mit dem Bestimmungswort sa gebildet werden [10 11]. Adjektive, die regelmäßig mit Adjunkten verbunden werden, können Fragen mit saạn bilden [12] {8-4.2}. Mit Interrogativadverbien [13 14] und mit dem SA-Interrogativpronomen saan ([15], nur im lokalen Sinn) können unabhängige Phrasen erfragt werden.
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(3) Selterer ist die Erfragung der Nominalphrase in einer Existentialphrase [16a 17b]; sie wird häufig vermieden [17c 18b].
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Wir haben eine Anzahl Sätze gefunden, bei denen sich kein Weg gezeigt hat, bestimmte Phrasen zu erfragen. Es gibt keine Möglichkeit, in Satz [1] das Wort malakị aus der Phrase sa harạp ... herauszulösen. Die einzige mögliche Frage ist Satz [2]. Entsprechendes gilt für ilạn in Satz [3].
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| Die filipinische Sprache von Armin Möller http://www.germanlipa.de/filipino/sy_frage.htm 18. April 2010 |