6 Verben und Verbphrasen
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6-6 ..., Partizipien und Gerundien

6-6.4 Partizipien

(1) In der filipinischen Sprache führen wir den Begriff Partizip in einer syntaktischen Bedeutung ein. Unter Partizipien verstehen wir Zeitformen der Verben, die ihre globale Wirkung im Satz abgelegt haben {*} {2-4.3}. Partizipien besitzen also keine Argumente, können jedoch durch andere Attribute ergänzt werden. Damit können Partizipien im Satz untergeordnete Stellungen einnehmen und als Adjektiv, Adverb oder Substantiv verwendet werden {**}. Der filipinische Name pandiwari - eine Zusammenziehung von pandiwa 'Verb' und pang-uri 'Adjektiv' - beschreibt dies deutlich. Substantivisch verwendete Partizipien können als Subjekt dienen, als Prädikat nur in den wenigen Fällen, bei denen eine Verwechselung mit einem Verb mit globaler Wirkung ausgeschlossen ist [3]. Wir bezeichnen Partizipien mit dem Schlüssel {J/V}, {D/V} oder {N/V}. Wir verzichten also in unserem Schlüsselsystem auf einen Zusatz, um Partizipen ausdrücklich als solche zu kennzeichnen. Da Partizipien keine globale Wirkung besitzen, entfällt im Schlüsselsystem die Angabe der Argumentstruktur.

Somit besteht kein morphologischer Unterschied zwischen Zeitformen für globale Verben und Partizipien. Filipinische Partizipien bilden also keine morphologische Klasse, sondern üben besondere syntaktische Funktionen aus.

{*}   Die Verbeigenschaften 'genus verbi', Modalität und Tempus bleiben im Partizip unverändert enthalten.
{**}   {Θ} Genau betrachtet, bleiben Partizipien Verben. Da in der filipinischen Sprache nahezu jede Inhaltsphrase zu jeder Funktionsphrase "passt" (als Prädikat oder Subjekt sind z.B. Verben und Adjektive gleichwertig), sind Partizipien Verben in Funktionsphrasen, deren Inhaltsphrase üblicherweise mit einem Adjektiv, Adverb oder Substantiv gebildet wird.

(2) Alle Zeitformen der Verben können als Partizipien dienen. Dies wird dadurch erleichtert, dass es keine Person- und Numerusflexion gibt {6-1.2 Θ}. Somit hat jedes Aktiv- oder Passivverb drei Partizipien: des Präteritum, des Präsens und des Futur (die Verwendung des Infinitivs als Partizip ist nur sehr beschränkt möglich). Damit ergeben sich aktive und passive Partizipien in allen Zeiten, die morphologisch den Zeitformen gleich sind. Sie unterscheiden sich von den Verben mit globaler Wirkung in ihrer Syntax. In Satz [1] ist kinakain ein als Substantiv verwendetes Partizip, das das Subjekt des Satzes bildet. Dies wird syntaktisch deutlich an dem Objunkt ng kuryente, das ein Attribut zu dem Substantiv kinakain ist. Wäre kinakain ein Passivverb mit globaler Wirkung, müsste kuryẹnte als Prädikat ein Argument des Verbs sein [2]. Hinzu kommt, dass in Satz [1] semantisch malakạs kein Argument eines Verbs ist. Satz [3] mit Partizip als Prädikat ist ungrammatikalisch und semantisch wenig deutlich. Es gibt also Fälle, in denen wegen der morphologischen Gleichheit von Verben mit globaler Wirkung und Partizipien der Einsatz von letzteren beschränkt ist.

 
[1]Malakạs ang kinakain ng air-con ng kuryẹnte. Die Klimaanlage braucht viel Strom. {N/VP/E}
[2]Kuryẹnte (hind panggatong) ang kinakain ng air-con. Klimaanlagen verbrauchen Strom (kein Brennholz).{VP10/E}
[3]Kinakain ng air-con ng kuryente ang malakas. Die Klimaanlage braucht viel Strom. {N/VP/E}
Weitere Beispielsätze {6A-641}.

(3) In vielen Fällen (i.A. als Attribut eines Substantivs) kann das Partizip als Verb eines verkürzten Ligatursatzes betrachtet werden, der durch die Verkürzung nicht länger Teilsatz ist. In der Regel entfällt dort das Subjekt, wenn es gleich dem des übergeordneten Satzes ist {13-5.4.1}. Damit ist die morphologische Gleichheit der Partizpien mit den Zeitformen verständlich. Auch das Fehlen der globalen Wirkung und der damit verbundene Verlust des Fokus kann über den Ligatursatz erklärt werden.

(4) Neben diesen syntaktischen Partizipien, die morphologisch Zeitformen sind, gibt es möglicherweise morphologische Ableitungen von Verben, die wir als besondere Partizipien bezeichnen {6-6.4.5}.


6-6.4.1 Partizipien als Adjektive

Ähnlich einem Adjektiv, können Partizipien als Attribute von Substantiven verwendet werden ('attributiv' {1-6.2 (2)}; pandiwaring makaturing) [1 2 5-8]. Sie erhalten eine Ligatur und sind deshalb Subjunkte. Diese attributiv gebrauchten Partizipien können als verkürzte Ligatursätze betrachtet werden. Das Partizip wird zum prädikativen Verb mit globaler Wirkung im Ligatursatz [2|3]. Das Subjekt des Ligatursatzes ist entfallen, da es gleich dem Bezugswort des Ligatursatzes ist. Attributiv gebraucht, stellt das Partizip einen Prozess oder einen Zustand dar, jedoch niemals eine Person (oder einen Gegenstand), der an dem Prozess oder Zustand beteiligt ist. Eine Erweiterung des Partizips zum Ligatursatz ist stets möglich. In der Regel ist dieser dem Bezugswort nachzustellen. Der Infinitiv kann als Partizip in der Regel nicht verwendet werden [1|4]. Selten kann zu dem Partizip ein Objunkt oder Adjunkt hinzugefügt werden [8].

 
[1]Nakita ko ang batang lumalakad. Ich sah das Kind, das lief.{J/VA/E}
[2]Umiiyạk na ang pinalong aso. Der geprügelte Hund heult jetzt.{J/VP/A}
[3]Umiiyạk na ang asong pinalo ng malikọt na bata. Der Hund, den der ungezogene Junge geprügelt hat, heult jetzt.{P-V(VP10/A P-C)}
[4]Nakita ko ang batang lumakad. Ich sehe das Kind, das läuft. {J/VA00/N}
[5]Lupang hinirang. Geweihte Erde (Nationalhymne der Philippinen.{J/VP/A}
[6]Nasa harạp ng naturang simbahan ang pinagtatrabahuhan kong restorạn bilang katiwala. {W Angela 3.1} Vor besagter Kirche ist das Restaurant, in dem ich als Geschäftsführer arbeite. {J/VP/A} {J/VP/E}
[7]Yan marahil ang salitạng nababagay sa akin. {W Material Girl 3.1} Das ist wahrscheinlich das für mich passende Wort. (Das Partizip nababagay kann auch als Verb in dem verkürzten Ligatursatz na nababagay sa akin betrachtet werden, siehe [3].) {J/VA00/E}
[8]Itọ ang lansangang aming pinanggalingan. Das ist der Weg, den wir gekommen sind. {6A-6411 Σ}{P-J(MA.PP.L J/VP/A)}

6-6.4.2 Partizipien als Adverbien

Partizipien werden als Adverb nur selten verwendet (pandiwaring makaabay) [1]. Die morphologische Gleichheit mit den Zeitformen der Verben und deren globale Wirkung schafft Undeutlichkeiten, die in der Regel durch andere Satzkonstruktionen vermieden werden [2 3]. Eine Ausnahme ist der idiomatische Gebrauch von umanọ [4].

 
[1]Kumakantạng lumalakad akọ. [0] Singend schritt ich. ??? Schreitend sang ich. {D/VA/E}
[2]Habang kumakantạ ay lumalakad akọ. Singend schritt ich.{C-C/S(C VA00/E)}
[3]Lumalakad akọng kumakantạ. Singend schritt ich.C-L(L D/VA/E)}
[4]Di-umanọ'y kinuha ng pulịs ang retrato niyạ. Wie berichtet wird, hat die Polizei sein Foto (aufgenommen).{D/VA/A} ??

6-6.4.3 Partizipien als Substantive

(1) Wird ein Partizip als Substantiv verwendet {6A-6431 }, so sind eine Anzahl von Besonderheiten zu beachten, die dadurch verursacht werden, dass Partizipien mit den Zeitformen der Verben morphologisch identisch sind. Zunächst gibt es eine Anzahl von Fällen, wo das Partizip als scheinbares Substantiv betrachtet werden kann. Sein zugehöriges Substantiv, dem es attributiv zugeordnet war, ist durch Verkürzung weggefallen [1|2 3]. Ein Partizip als Substantiv kann als Subjekt [1 3-5 7 12], Objunkt [8], Adjunkt [9] (in [6 10 11] in einer Existenzphrase {4-4.3}) und in einer Präpositionalphrase [15] verwendet werden. Eine Verwendung als Prädikat ist nur dann möglich, wenn keine Verwechselungsgefahr mit einem Verb mit globaler Wirkung besteht (daher nicht in [14a] und {6-6.4 [3]}). Die Verwechselungsgefahr wird vermindert, wenn das Partizip den Pluralartikel mga [13 16b 16c] und/oder ein vorangestelltes Attribut erhält [16c 16d]. Substantivisch verwendete Partizipien bilden keine Subjunkte (stets adjektivische Verwendung {6-6.4.1}) und Disjunkte (Verwechselungsgefahr wie bei Prädikat).

(2) Das als Substantiv verwendete Partizip kann durch Objunkte und Adjunkte ergänzt werden (Ergänzung durch ein Subjunkt in einer Existenzphrase siehe {4-4.3 (3)}). Diese sind Attribute und keine Argumente, da das Partizip die globale Wirkung eines Verbs abgelegt hat [1 4-9]. In Satz [7] ist das Objunkt durch ein vorangestelltes Adjunkt ersetzt worden (vgl. {6A-731}). In Satz [11] wird ein Partizip im Infinitiv verwendet.

 
[1]Hind masarạp ang niluto mo. Was du gekocht hast, ist nicht wohlschmeckend. (Vgl. [16-20].){N/VP/A}
[2]Hind masarạp ang pagkaing niluto mo. Das Essen, das du gekocht hast, ist nicht wohlschmeckend.{J/VP/A}
[3]Alịn sa mga bata ang busọg? Busọg na ang natutulog. Welches der Kinder ist satt? Das schlafende Kind ist satt.{N/VA/E}
[4]Alạm kong hind nagugustuhạn ng aking inạ ang mga ginagaw ko. {W Material Girl 3.6} Ich wusste, dass meine Mutter das, was ich tat, nicht billigte. {P-N(N/VP/E MC.PP)}
[5]Nabas ang pinag-apuyạn natin. Wo wir Feuer gemacht haben, ist es nass geworden. {6A-6432 Σ}{N/VP/A}
[6] "Walạng tutulong sa inyọ," ulit ni Ed. {W Bulaklak 8.28} "Euch wird niemand helfen", wiederholte Ed. {N/VA/F}
[7]Pulạng asukal ang aming ipinalịt sa put sa mga biskuwit na itọ. Wir haben roten (braunen) Zucker durch weißen in diesen Keksen ersetzt. {P-N(MA.PP.L N/VP/A)}
[8]Tingnạn mo ang gandạ ng ginagaw niyạ. Sie dir an, was er Schönes macht.{P-N(N/VP/E MC.PP)}
[9]Naghintay sila sa (ng) sasabihin ng amạ nilạ. Sie warteten auf das, was ihr Vater sagen würde. {6A-6252} {P-N(N/VP/F P-C)}
[10]Marami pa siyạng sinabing halos aking ikinabingị. Er hat noch viel erzählt, wovon ich fast taub wurde. {4A-431 Σ} {P-A/E=P-N(N/VP/A)}
[11]Walạ akọng makita. Ich sehe nichts. {6A-6243} {P-A/E=P-N(N/VP/N)}
Fettdruck = Partizip mit Bestimmungswort. Unterstreichen = Attribut des Partizipes.

(3) Semantisch bezeichnen diese Partizipien nicht länger eine Tätigkeit, einen Prozess oder Zustand. Vielmehr ist dies oft bei von Aktivverben abgeleiteten Partizipien die ausführende Person [3], bei Passivverben (insbesondere Präteritumformen) der Gegenstand, der duch den Prozess entstanden ist [1 7 9]. So werden einige Partizipien nicht länger als solche, sondern als Substantive angesehen (Beipiele: tinapay, sinigạng, nilikhạ). Substantivisch verwendete Partizipen können einen Plural mit mga bilden [4 12 13|14b 15 16b 16c].

 
[12]Tawagin mo ang mga dumatịng. Rufe die Angekommenen.{P-S=P-N(N/VA/A)}
[13]Mga dumatịng lang ang tawagin mo. Rufe nur die Angekommenen.{P-P=P-N(N/VA/A)}
[14][a] Mga dumating na ang bisita. [b] Dumatịng na ang mga bisita. Die Besucher sind (schon) angekommen. {P-P=P-V(VA00/A)}
[15]Makakausap silạ ukol sa kanyạng mga sinusulat. Sie werden über das sprechen können, was sie schreibt. [{13A-5213 Σ}] {P-A=P-N(N/VP/E)}
[16][a] Anọ ang mga bagay dito? [b] Mga binilị ko ang bagay diyạn. [+] [c] Mga bagong binilị ko ang bagay diyạn. [+] [d] Bagong binilị ko ang bagay diyạn. [+] Was sind das für Sachen hier? Meine neu gekauften sind die Sachen da.{P-P=P-N(N/VP/A)}

(4) Die Sicht, substantivische Partizipien als Verkürzungen zu betrachten, ist formal nahezu stets möglich, beschreibt aber häufig die Konstruktion nur ungenügend. So kann analog zum obigen Satz [1] Satz [17] gebildet werden, was eine Abgrenzung zur globalen Zeitform schwierig macht. Doch besteht syntaktisch ein grundlegender Unterschied. In Satz [17] ist das Subjekt niluto deutlich ein Verb, das den Satzbau entsprechend seiner syntaktischen Eigenschaften bestimmt, die wir mit der Klassifizierung {VP10} beschreiben. Demnach ist das Verb ein Passivverb, das einen Fokus besitzt (das Tatobjekt, das in diesem Fall das Prädikat ist) und ein Objunkt (den Täter). Diese Entfaltung ist dem Partizip niluto nur beschränkt möglich, es kann in Satz [1] kein Subjekt bilden, Satz [18] ist ungrammatikalisch. Satz [19] zeigt den Ausweg, den Satz semantisch und syntaktisch richtig zu machen. Das Partizip niluto ist nicht mehr Subjekt, sondern ein Attribut in der Form eines verkürzten Ligatursatzes, dessen weggelassenes Subjekt mit dem neuen Subjekt hapunan identisch ist. Eine besondere Form von substantivisch verwendeten Partizipien findet sich in Existenzphrasen [10 11 20] {4-4.3} (dort weitere Beschreibung). Mit der Verwendung der ANG-Formen (Pronomen siyạ in [10] und akọ in [20]) wird hier besonders deutlich, dass das Partizip keine globale Wirkung besitzt (sasabihin akọ statt sasabihin ko in [20]).

 
[1]Hind masarạp ang niluto mo. Was du gekocht hast, ist nicht wohlschmeckend. {N/VP/A}
[17]Hapunan ang niluto mo. Du hast das Abendessen gekocht.{VP10/A}
[18]Hindi masarap ang niluto mo ang hapunan. Das Abendessen, das du gekocht hast, ist nicht wohlschmeckend. {P-S=P-N(N/VP/A)}
[19]Hind masarạp ang hapunang niluto mo. Das Abendessen, das du gekocht hast, ist nicht wohlschmeckend.{P-S=P-N(N C-L)}
[20]May sasabihin akọ sa iyọ. Ich habe dir etwas zu sagen.

(5) Während Partizipien substantivisch verwendet werden können, die den drei Zeitformen ensprechen [21 22], ist ein Infinitivpartizip häufig nicht möglich ([23], jedoch [11]).

 
[21]Araw-araw, ibigạy mo sa aso ang tirạ ng lulutuin mo. Gib jeden Tag den Hunden den Rest von dem, das du kochst.{N/VP/E}
[22]Araw-araw, ibigạy mo sa aso ang tirạ ng niluluto mo. Gib jeden Tag den Hunden den Rest von dem, das du kochst. {N/VP/F}
[23]Araw-araw, ibigay mo sa aso ang tira ng lutuin mo. Gib jeden Tag den Hunden den Rest von dem, das du kochst. {N/VP/N}

6-6.4.4 Θ Tempus und Aspekt bei Partizipien

In {6-6.2.6 Θ} werden Tempus und Aspekt bei Verben mit globaler Wirkung im Satz betrachtet. Da Partizipien die gleichen Zeitformen verwenden, soll hier die Betrachtung auf Partizipien ausgedehnt werden. Wie die Beispiele der vorigen Abschnitte zeigen, tritt regelmäßig der Gesichtspunkt Tempus in den Vordergrund. Werden Partizipien in Existenzphrasen verwendet, so wird der Infinitiv verwendet, wenn Tempus und Aspekt von untergeordneter Bedeutung sind {6A-6243}. In anderen Fällen werden Tempus und Aspekt wie bei Verben mit globaler Wirkung betrachtet {4-4.3}.


6-6.4.5 Besondere Partizipien

Von den Partizipien, die morphologisch Zeitformen sind, sind Partizipien zu unterscheiden, die morphologisch von den Zeitformen abweichen und die wir als besondere Partizipien bezeichnen. Wir weisen ihnen den Schlüssel {J/V/Pa} bzw. {D/V/Pa} zu.

Einige Aktivverben können ein besonderes Partizip des Präsens mit dem Präfix naka- bilden [1 2]. Es ist nicht zwingend, diese naka- Bildungen als Partizipien zu betrachten, sie können ebenfalls als vom Wortstamm abgeleitete Adjektive gesehen werden [3] {9-2.2.2}. Mit naka- gebildete Präteritumformen der maka- Verben können als "normale" Partizipien verwendet werden {7-3.4}. Die mit dem Präfix pa- gebildeten Formen [4] sind vermutlich Adverbien, da sie auch von Wortstämmen gebildet werden, die keine entsprechenden Verben besitzen [5] {10-2.3.2}. Aus dem Vorstehenden folgt, dass es möglicherweise keine besonderen Partizipen gibt, sondern diese Formen Adjektive bzw. Adverbien sind.

 
[1][a] Nakatay sa tabị ng pint ang aking inạ. Meine Mutter steht neben der Tür. [b] Nakatayo na ang babae. Die Frau steht. (Da Satz [1b] ungrammatikalisch ist, kann vermutet werden, dass nakatayo ein Partizip und kein Adjektiv ist.)
[2]Nakatayọng babae. Die stehende Frau.
[3]Bulạg ang taong nakasalamịng iyọn. Der Mann mit der Brille ist blind. (Es ist unwahrscheinlich, dass nakasalamin von einem Verb abgeleitet ist.)
[4]Ang bata ay nagbasạ nang paup. Das Kind las sitzend.
[5]Pansinịn ang gamit ng mga salitạng nakasulat nang pahilịg. Betrachte den Gebrauch der Wörter, die kursiv geschrieben sind. (pahilig ist kein Partizip, da es offensichtlich nicht von einem Verb abgeleitet ist.)

6-6.5 Gerundien

(1) Morphologisch sind filipinische Gerundien (pangngaldiwa) abgeleitete Verbformen, stehen jedoch syntaktisch und semantisch den Substantiven viel näher als den Verben [1-3]. Wir ordnen ihnen daher den Schlüssel {N/G} zu. In diesem Abschnitt betrachten wir die aspektlosen Gerundien mit p..- Präfixen, während wir die perfektiven Gerundien (pagka- Präfixe) im folgenden Abschnitt {6-6.5.1} und die iterativen Gerundien (Präfix ka-) Gerundien in Abschnitt {6-6.5.2} behandeln. Semantisch stellen die p..- Gerundien einen Prozess (pagsasayạw in [1], [4|5]) oder das Ergebnis des Prozesses dar (pag-alịs in [3]), sie besitzen keine Festlegung bezüglich Aspekt.

 
[1]Nakalulugọd sa kanyạ ang pagsasayạw. Sie tanzt gern.
[2]Alạm ng mga delegado ... ang magandạng mga posibilidad para sa paggamit ng wika ng kanilạng bagong mananakop. Die Delegierten kannten ... die guten Aussichten für den Gebrauch der Sprache ihres neuen Kolonialherren. {W Almario 2007 3.1}
[3]Naghintạy akọ sa pag-alịs niyạ. Ich warte auf seine Abfahrt.
[4]Tingnạn mo ang husay ng paggaw niyạ. (husay ng kilos) Sie dir an, wie schön er arbeitet (die Schönheit seines Arbeitens).
[5]Tingnạn mo ang gandạ ng ginagaw niyạ. (ganda ng bagay) Sie dir an, was er Schönes macht (die Schönheit seines Arbeitsgegenstandes).{6-6.4.3 [8]}

Nur wenige Gerundien haben sich so weit von ihrer Herkunft als Verb entfernt, so dass sie als Substantiv einen Gegenstand darstellen (pagkain). In diesen Fällen werden die gerundiumspezifischen Affixe zu Substantivaffixen {8-2.1}.

(2) Gerundien können den Aktivverben zugeordnet werden. Das Präfix des Aktivverbs bestimmt, wie das Gerundium gebildet wird. Bei Silbendoppelung bleibt die gedoppelte Silbe unbetont (im Gegensatz zu den Zeitformen {6-6.1.3} und den iterativen Gerundien {6-6.5.2}). Bei Gerundien ohne Silbendoppelung (selten mit dieser) ist eine Stammdoppelung möglich, die als eine Art Diminutiv des Prozesses wirkt (Beispiele: paghuni-huni, paglalangọylangọy { Lopez 1937 p. 32}). Es gibt nur wenige Aktiv-Affixkombinationen, deren Verben keine Gerundien bilden {6A-651}.

VerbGerundium

-um-umuw pag-pag-uw
mag- maglakbạy pag-&-paglalakbạy
mang- mangganyạk pang-&-panggaganyạk
ma- maligo pa-paligo
pa-&-paliligo
magpa- magpabalita pagpapa-pagpapabalita
magsa- magsabatạs pagsasa-pagsasabatạs
magka- magkamalay pagkaka-pagkakamalay
magka- magkaisạ pagkaka- pagkakaisạ
mag--an magmahalan pag-&--anpagmamahalan
mag-um- magsumikap pag-um-&-pagsusumikap
magpaka- magpakatibay pagpapaka-pagpapakatibay
maki- makigawpakiki- pakikigaw
makipạg- makipạgkitapakikipạg- pakikipạgkita

(3) Die morphologische Verbindung zwischen den Gerundien und Affixen für Aktivverben ist so eng (und besitzt nahezu keine Ausnahmen), so dass man von einem Paradigma sprechen kann. Es ist naheliegend, dieses in das Flexionsparadigma zu integrieren. Auffallend ist, dass die Aktivverben entsprechend ihrer Affigierung zugeordnete Gerundien besitzen und eine morphologische Korrelation zwischen Passivverben und Gerundien nicht festzustellen ist. Einige Wortstämme, von denen Aktivverben nicht gebildet werden, bilden auch keine Gerundien (pag-iwan, pag-iiwan).

(4) Gerundien können ergänzt werden durch Objunkte und Adjunkte. Hier besteht eine syntaktische Beziehung zwischen Gerundium und Aktivverb. Wird ein Aktivverb (mit globaler Wirkung) durch ein Gerundium ersetzt, so wird semantisch aus dem Subjekt des Verbs ein Objunkt des Gerundiums [6|7], während Objunkt [8|9] und Adjunkt [10|11] unverändert bleiben {*}, wobei im Falle von Personalpronomen aus nachgestellter Koplementphrase eine vorangestellte Adjunktphrase werden kann (wie bei substantivisch verwendeten Partizipien [9] {6-6.4.3 [9]}). Eine besondere Konstruktion sind die unabhängig im Satz stehenden Gerundphrasen [12] {5-3.2}.

{*}   Die Argumente des Verbs werden Attribute des Gerundiums.
 
[6]Naglalar ang mga bata. Die Kinder spielen.{P-S}
[7]Paglalar ng mga bata ang nakita ko. Ich habe das Spielen der Kinder gesehen. {P-N(N/G P-C)}
[8]Nagbibigạy siyạ ng pera. Er gibt das Geld.{P-C}
[9]Nanoọd akọ ng kanyạng pagbibigạy ng pera. Ich beobachtete, wie er das Geld gab. {P-N(P-A N/G P-C)}
[10]Uuw si Tim sa Maynila. Tim wird nach Manila heimkehren.{P-A}
[11]Naghihintạy siyạ sa pag-uw ni Tim sa Maynila. Er wartet auf die Heimkehr von Tim nach Manila. {P-N(N/G P-C P-A)}
[12]Pagbalịk ni Norma sa Lipạ, hinuli siyạ ng pulịs. Nachdem Norma in Lipa zurück war, wurde sie von der Polizei festgenommen.{P-0=P-N/G(N/G
P-C P-A))}
[13][a] Nagịng manunulat ang guro. Die Lehrerin wurde Schriftstellerin. [b] Kasagsagạn ng pagigịng manunulat ng guro. {W Suyuan 5.5} Höhepunkt im Schaffen der Lehrerein als Schriftstellerin (des Schriftstellerin-Werdens der Lehrerin). (Das Subjunkt manunulat wird auch nach dem Gerundium in [13b] ohne Ligatur angeschlossen. Das Subjekt guro in [13a] wird zum Objunkt in [13b].)

(5) Das Vorstehende in Abschnitt (2) legt die Annahme nahe, dass die Gerundien nicht vom Wortstamm abgeleitet sind, sondern eine Ableitung zweiter Stufe der bereits abgeleiteten Aktivverben sind {6-4.2.2 Θ}. Diese Sicht wird dadurch unterstützt, dass eine Wortfamilie mehrere Gerundien besitzen kann, die wegen der Ableitungsregeln implizit die Unterschiede von Argumentstruktur bzw. Affigierung der entsprechenden Aktivverben beibehalten haben [14|17 15|18 16|19]. Hinzu kommt, dass die Wahl eines falschen Gerundium (d.h. einer Bildung, die bezüglich der Argumentstruktur nicht zum entsprechenden Verb und dessen Affigierung passt) ungrammatikalisch ist [20b].

 
[14]Naghihintạy akọ sa pagtay niyạ. Ich warte auf sein Aufstehen. {N/G/VA00}
[15]Naghihintạy akọ sa pagtatay ng bahay niyạ. Ich warte auf das Bauen seines Hauses.{N/G/VA10}
[16]Naghihintạy akọ sa pagpapatay ng bahay niyạ. Ich warte darauf, dass er sich ein Haus bauen lässt. {N/G/VA10/fi}
[17]Tumay na akọ. Ich bin jetzt aufgestanden.{VA00/A}
[18]Nagtay akọ ng bahay. Ich habe ein Haus gebaut.{VA10/A}
[19]Nagpatay akọ ng bahay. Ich habe ein Haus bauen lassen.{VA10/fi/A}
[20][a] Pagtulong ko sa iyọ. [b] Pagtutulong ko sa iyo. Meine Hilfe für dich.{N/G/VA01/-um-}

Eine zwingende Abgrenzung zwischen Gerundien und Substantiven mit Affixen ist in der filipinischen Sprache kaum möglich. Wir wenden als Kriterium an, dass das Gerundium von einem nicht allzu ungebräuchlichen Aktivverb abgeleitet ist.


6-6.5.1 Perfektive Gerundien

Die im vorigen Abschnitt dargestellten Gerundien beschreiben keinen besonderen Aspekt. Daneben besitzt die filipinische Sprache weitere Gerundien, mit denen eine abgeschlossene Tätigkeit in der Vergangenheit beschrieben wird. Wir bezeichnen sie als perfektive Gerundien (Schlüssel {N/GP}). Sie werden als Subjekt [1], Objunkt [2], Adjunkt [3] und häufig als disjunktive Gerundphrase [4] verwendet. Letztere kann aus nur dem Gerundium bestehen, das dann einem Adverb ähnelt [5] {10-2.3.2}.

 
[1]Malinis na malinis namạn ang pagkakasulat ng napakasịmpleng titulo ... {W Suyuan 5.13} Sehr sauber ist nämlich der Titel geschrieben worden ("das, was geschrieben worden ist").
[2]... dahil sa kirọt na dulot ng pagkawasạk ng puso. {W Damaso 4.6} ... wegen des stechenden Schmerzes, verursacht vom gebrochenen Herzen.
[3]Hind alạm ni Jessica kung gaanọ siyạ katagạl sa pagkakaup sa sala. {W Arrivederci 3.10} Jessica wusste nicht, wie lange sie so in ihrem Wohnzimmer gesessen hatte.
[4]... nahihiwagaan na kung bakit pagkalipas ng napakaraming taon, sa isạng estrangherong lugạr pa tayo mulịng magyayakap. {W Madaling Araw 3.1} Es ist ein Geheimnis, warum, nachdem so viele Jahre vergangen sind, wir uns wieder an einem fremden Ort umarmen.
[5]Pagkahingạ ikinuwẹnto lahạt ni Busilak sa mga duwẹnde ang nangyari. {W Busilak 3.9} Nachdem sie zu Atem gekommen war, erzählte Schneewittchen den Zwergen die ganze Geschichte.
[6]... ngunit eto na ang pagkakataọng pinakahihintạy ko. {W Material Girl 3.8}. ... aber das war jetzt die langerwartete Gelegenheit. {N}
[7]Pagkatatlọng taọn. Nach drei Jahren. {J?}

Wie die einfachen Gerundien in {6-6.5} können die perfektiven Gerundien den Aktivverben zugeordnet werden. Die perfektiven Gerundien werden stets mit dem Gerundaffix p..- und dem Infix ka- gebildet, das gedoppelt werden kann. Die am häufigsten verwendeten Formen sind:

Verb Perfektives Gerundium

-um- lumipas pagka-pagkalipas
umup pagkaka-pagkakaup
mag- magwasạk pagka-pagkawasạk
magbu pagkaka-pagkakabu

Für die mit magka- und magka- gebildeten Verben besteht kein Unterschied zwischen einfachen und perfektiven Gerundien. Nicht alle mit pagka- und pagkaka- gebildeten Wörter sind perfektive Gerundien. Mit diesen Affixen werden ebenfalls Substantive gebildet (Beispiele sind pagkatao, pagkakataọn [6]); deutlich wird dies, wenn die Wortfamilie keine entsprechenden Verben besitzt. Das perfektive Gerundium pagkatapos wird auch als Konjunktion für Teilsätze verwendet. Ein Sonderfall ist [7]; pagkatatlọ kann kein Gerundium sein, da der Stamm tatlọ keine Verben bildet.


6-6.5.2 Iterative Gerundien

Eine besondere Art der Gerundien wird mit dem betonten Präfix ka- gebildet. Wir bezeichnen sie als iterative Gerundien (Schlüssel {N/GI}) {6A-6521}, da sie semantisch eine häufig wiederholte oder gewohnheitsmäßige Tätigkeit (iterativer Aspekt) in der Vergangenheit darstellen. Daher werden sie vorwiegend in Adjunktphrasen verwendet, die bezüglich des Verbs im Satz eine Ursachefunktion besitzen [1 2] {6-3.2.7}. In seltenen Fällen werden sie in Passivsätzen verwendet, in denen sie das Subjekt mit Ursachefokus bilden [3].

 
[1]Nagkasakịt siyạ sa kaiinọm ng alạk. Er wurde vom vielen Trinken von Alkohol krank. {6A-6521 [3]} {P-A=P-N(N/GI)}
[2]Pero di ko na lang iyọn pinansịn dahil sa kakaisip kung anọng gagawịn sa pisong kulang ko. {W Piso 3.3} Aber ich betrachtete ihn nicht mehr, da ich darüber nachdachte (wegen des langen Nachdenkes), was mit dem Peso geschehen war. {P-A=P-N(N/GI)}
[3]Natandaạn ko ang kasasalit niyạ. Ich erinnere mich an sein vieles Gerede. (Ursache- oder Tatobjektfokus.) {6A-6521 [15]} {P-S=P-N(N/GI)}
Weitere Beispielsätze {6A-6521 (2)}

Wie die anderen Gerundien, können die iterativen Gerundien den Aktivverben zugeordnet werden. Das Präfix des Aktivverbs bestimmt, wie das Gerundium gebildet wird. Bei den ka- Gerundien findet Doppelung der ersten Stammsilbe [1 3] oder des Präfixes ka- [2] statt, die gedoppelte Silbe bleibt unbetont. Die iterativen Gerundien unterscheiden sich morphologisch in der Betonung von den Katatapos-Formen {6-6.6}.

VerbIteratives Gerundium

-um- umulạn ka-&-kauulạn
mag- magdilịg ka-&-kadidilịg
mang- mangako kapapang- kapapangako
manalo kapapanalo
ma- maligo ka-&-kaliligo

Bezüglich einer möglichen Ergänzung durch Subjekt, Objunkt oder Adjunkt verhalten sich die iterativen Gerundien wie die anderen Gerundien [4 5] {6-6.5}.

 
[4]Marami siyạng natututuhan sa kasasama sa barkada. Sie lernt vieles vom Zusammensein in der Gruppe. {6A-6521 [6]} {P-N(N/GI P-A)}
[5]Umiyạk si Hilda sa katutuksọ ng mga kalar. Hilda heult vom vielen Necken ihrer Spielkameraden. {6A-6521 [9]} {P-N(N/GI P-C)}

6-6.6 Katatapos

(1) Das Katatapos ist eine von Verben abgeleitete Form mit besonderen morphologischen, syntaktischen und semantischen Eigenschaften (Schlüssel {VT}). Es hat gewisse Ähnlichkeit mit den Gerundien, der Substantivcharakter ist jedoch weit weniger ausgeprägt. Morphologisch unterscheidet es sich in der Betonung von den iterativen Gerundien {6-6.5.2}. Von möglichen Ausnahmen abgesehen, wird das Katatapos von Aktivverben mit Affix -um- abgeleitet [1|2 3|4] (iterative Gerundien können auch von anderen Verben gebildet werden, {6A-661 }). Das Affix -um- entfällt, die Form wird mit Präfix ka- und betonter Doppelung der ersten Stammsilbe [2a ..] oder des Präfixes [2b] gebildet.

VerbKatatapos

-um-umalịs ka-&-kaaalịs

(2) Syntaktisch ähnelt das Katatapos einem Passivverb, es bildet das Prädikat des Satzes. Die Argumentstruktur (falls man von einer solchen sprechen kann) entspricht der der Gerundien. Das Subjekt des -um- Aktivverbs (der Täter) wird ein Objunkt, der Satz ist fokuslos (subjektlos). Im Allgemeinen wird das Katatapos von {VA00} Verben gebildet [1|2], bei den wenigen Bildungen mit {VA10} und {VA01} Verben bleibt das Objunkt [3|4 5|6a 7|8] bzw. Adjunkt [9|10] des -um- Satzes erhalten. In Verbindung mit dem Katatapos entfällt das Adverb na; lamang, lang steht jedoch häufig [2 4 6 8 10 11]. Die subjektlosen Sätze mit Katatapos sind Nicht-Regelsätze, während ein Gerundium nur eine Phrase eines Satzes bilden kann.

(3) Die Bedeutung dieser ka- Formen ist eine Tätigkeit, die gerade eben stattgefunden hat oder abgeschlossen worden ist. Das Katatapos bezeichnet also eine besondere, sonst in der filipinischen Sprache nicht übliche Kombination von Tempus und Aspekt, ein perfektives Präteritum {6-6.2.6 (2)}. Häufig wird das Katatapos verwendet, um eine Tätigkeit zu beschreiben, die vor dem Eintritt eines anderen Ereignisses stattgefunden hat [11].

 
[1]Aalịs na akọ. Ich gehe jetzt gleich. {VA00/fa/F}
[2][a] Kaaalịs niyạ lang. [b] Kakaalịs niyạ lang. Er ist eben gegangen.{VT10/f0|fa}
[3]Sumulat na akọ ng kuwẹnto. Ich habe eine Geschichte geschrieben.{VA10/fa|fp/A}
[4]Kasusulat ko lang ng kuwẹnto. Ich habe gerade eben eine Geschichte geschrieben. {VT20/f0|fa|fp}
[5]Kumain na akọ ng karnẹ. Ich habe das Fleisch (schon) gegessen.{VA10/fa|fp/A}
[6][a] Kakakain ko pa lamang ng karnẹ. [++] [b] Kakakain ko pa lamang sa karnẹ. [0] Ich habe eben noch (das) Fleich gegessen. {VT20/f0|fa|fp}
{VT11/f0|fa|fp}
[7]Umakyạt na akọ ng puno. Ich bin (schon) auf den Baum geklettert.{VA10/fa|fp/A}
[8]Kaaakyạt ko lang ng puno. Ich bin eben auf den Baum geklettert.{VT20/f0|fa|fp}
[9]Umakyạt na akọ sa puno. Ich bin (schon) auf den Baum geklettert.{VA01/fa|fp/A}
[10]Kaaakyạt ko lang sa puno. Ich bin eben auf den Baum geklettert.{VT11/f0|fa|fp}
[11]Kagigising lang ni Itay nang dumatịng ang kaibigan ko. Itay war gerade aufgewacht, als mein Freund kam. {VT10/f0|fa}

Anzumerken ist, dass das Katatapos keine Zeitform des Flexionsparadigmas ist. Es wird nur einmal in einer Wortfamilie gebildet, und es hat eine von den Zeitformen abweichende Syntax.


Die filipinische Sprache von Armin Möller   http://www.germanlipa.de/filipino/sy_V_07.htm
15. April 2010 / 21. Juni 2016

Die filipinische Sprache - Ende 6 Verben (Datei 6/07)

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